

Wissenschaftshistorisch hat Zinkblende zu bedeutenden Erkentnissen beigetragen. C.W. Röntgen hat nämlich mit einem Zinkblendekristall im Strahlengang der von ihm entdeckten "X-Strahlung" zweierlei nachweisen können: Erstens die Wellennatur der Röntgen-Strahlen und zweitens den symmetrischen Aufbau der Kristallgitter aus Atomen. Die auf Film aufgenommenen Beugungsbilder waren nicht nur Beweis und Gegenbeweis für viele damalige Theorien, auch wurde der Grundstein zur modernen Röntgen-Strukturanalyse (Laue-Aufnahme, Drehkristallaufnahme, Pulver-Aufnahme usw.) durch dieses erste Experiment an einem Zinkblendekristall gelegt.
Zinkblende in meiner Mineralien-Sammlung kommt von Hagendorf
(vorne links - mit Pyrit, hinten rechts - in Sericit), von Wölsendorf
(hellere Kristalle bis fast 1 cm, Mitte-rechts), von Erbendorf
(links,
halbhinten), von Wendersreuth (kleine Stufe
im
Döschen, 3-mm Kristall) und als Super-Stufe von Smith-Country, USA
(hinten-links). Ein beachtliches Exemplar mit 2cm großen
Kristallen,
von Cerussit begleitet, habe ich aus Tsumeb (alter Fund, nicht auf dem
Bild). Ebenfalls nicht auf dem Bild bis cm-große
Zinkblendekristalle,
die die Matrix einer Fluorit-Stufe (über 10 cm großer
Kristall)
aus Cave in Rock, Illinois bilden (ca. 20 Jahre alter Fund) und mein
größter
Zinkblende Kristall, ein Zwilling mit 12 cm Druchmesser, leicht mit
Quarz
"überzuckert", aus Taolin/Hunan, China
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