
Bei diesem Vorkommen handelt es sich um einen überprägten Pegmatit einerseits und um erzmineralführende Quarzgänge im Nebengestein andererseits. Der Metapegmatit liegt in einem Gneis der ZEV (Zone Erbendorf-Vohenstrauß), die Quarz-Erzgänge sind in Analogie mit den Bleiglanz-Zinkblende-Kupferkies-Gängen von Erbendorf und dem Wölsendorfer Flußspatrevier zu sehen.
Im Meta-Pegmatit fanden sich - ähnlich wie im nahen
Meta-Pegmatit
Getrude
- kleine schwarzbraune Granatkristalle. Diese waren in der Regel ein
bis
zwei, maximal gedoch fast 5 cm groß (siehe Abbildung). Solche
Kristalle
waren oft unscharf ausgebildet, mit dem Gestein "verfaltet", also
deformiert
und auch oberflächlich angegriffen. Nur wenige Granatkristalle
konnten
gut herauspräpariert werden. Am Rande von Granatkristallen fanden
sich öfters kleine würfelförmige Pyritkristalle, fast
immer
von Limonit überzogen. Im Metapegmatit fanden sich noch die
Uranglimmer
Autunit und Torbernit, jedoch recht selten.
flächenreicher Almandinkristall, selten waren die Kristalle von der Grube Wilma so klar ausgebildet. |
Kristallzeichnung zu dem Bild links: Die kleinen rautenförmigen Flächen sind Rhombendodekaederflächen. |
Die Vererzung:
Das Nebengestein wurde durch zwei kleinere Quarzgänge
durchschnitten,
die neben kleineren trüben Quarzkristallen noch folgende
Mineralien
führten:
Dazu: Covellin, Kupferkies, Malachit, ged. Kupfer, Langit, Rosasit (?), Tenorit, Bleiglanz, Cerussit, Pyromorphit und Zinkblende. Leider war die Fundstelle sozusagen "im Rucksack davonzutragen", so daß nur wenige Stücke Einzug in die regionalen Sammlungen gefunden haben. Diese Erzgänge decken sich von der primären Mineralführung mit den (nicht weit entfernten) Vererzungen beim Tunnelbau/Neustadt (2003).
Literatur:
Weber Berthold,
"Mineralfundstellen
unserer Heimat", ISBN 3-922486-07X, Verlag Papier-Weber, Weiden 1976
und
1982
Weber Berthold, "Mineralien aus den
Metapegmatiten
Wilma und Gertrude bei Obersdorf und Menzlhof in der Oberpfalz", in
"Der
Aufschluss" 29, 325-329, Heidelberg, 1978
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