Zinnober im Wölsendorfer Flußspat-Revier
Chem. Formel: HgS
Strich: zinnoberrot
Härte: 2-2.5
Farbe: zinnoberrot, (bleigrau)
Dichte: 8.17-8.18
Synonym: Cinnabarit

Dieses Quecksilber-Mineral kam auf mehreren Gruben im westlichen Revierteil vor. Bekannt sind drei typische Ausbildungen:

Zinnober ist bekannt aus folgenden Gruben: Begleitend tritt Kupferkies, Pyrit und - in der Literatur BALD G. beschrieben ged. Quecksilber - auf. Zinnober kann auch in Baryt eingewachsen sein. An dieser Stelle sei bemerkt, dass einige verschiedene Mineralien - auch nadelige - im Fluorit eingewachsen vorkommen. Stellvertretend seien genannt: Kupferkies, Hämatit (gerne erdig, und Kügelchen), Pyrit, Bleiglanz und eine Reihe weiterer Mineralien, deren Bestimmung noch aussteht. Nicht bei jedem (nadeligen) Einschluss muß es sich also um Zinnober handeln. Auch auf der Grube Roland wurden sehr schöne Zinnober-Kriställchen (in Fluorit epitaktisch eingewachsen) gefunden, siehe Fundstück des Monats auf www.vfmg-weiden.de/fdm30.htm.  Typischerweise tritt Zinnober in hellgelb-bräunlichem ("weingelbem") Flußspat, sehr selten auch in hellvioletten Kristallen (Grube Roland) auf.
 
Cäcilia: Nadelige, leuchtend rote Zinnoberkristalle, im Fluorit eingewachsen. Bildbreite 3 mm 
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Roland: Epitaktisch in Fluoritkristall eingewachsene Zinnoberkristalle. Begleitend tritt hier Kupferkies auf. Bildbreite 4 mm.
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Cäcilia: Nadelige Zinnoberkristalle in Baryt eingewachsen. Bildbreite 6 mm
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Cäcilia: Eigentlich weingelbe "angelöste" Fluorit-Kristalle, dicht erfüllt mit nadeligen roten Zinnoberkristallen. Bildbreite 4,5 cm
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Cäcilia: Der gleiche Kristall wie oben, jedoch unter dem Mikroskop (Bildbreite 4 mm).
Schön sind die nadeligen Zinnoberkristalle erkennbar.
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Hermine: Tafelige Zinnoberkristalle in Flußspat eingewachsen. Das braune, radialstrahlige bis kugelige Mineral ist noch nicht bestimmt. (Bildbreite 2 mm)
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Erika: Querschnitt durch einen (in Baryt eingewachsenen) Flußspatkristall. In der Mitte nadelige Zinnoberkristalle eingewachsen. (Bildbreite 6 mm)
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Erika: Nadelige (bis faserig gebogene) Zinnoberkristalle in Flußspat. Die dunklen, punktförmigen Einlagerungen dürften Kupferkieskristalle sein.
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Ernst & August: Nadeliger Znnoberkristall in Flußspat. (Bildbreite 4 mm) Von dieser Grube wurde Zinnober in der Literatur noch nicht beschrieben.
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Eine Bemerkung zu Zinnober am Rande: "Goldwäscher", die in der Naab, nahe der Grube Roland Gold gewaschen haben fanden in dem Schwermineralkonzentrat (natürlich neben Gold) auch Zinnober. Dieser Zinnober stammt offensichtlich aus dem Fluorit.