Chem. Formel: Ba(UO2)2(PO4)2.10-12H2O
Härte: 2.5
Strich: weiß-gelblich
UV: ja, stark grün unter UV-A (langwellig)
Dieser Uranglimmer ist in vielen Gruben anzutreffen, der häufigste
Uranglimmer. Optisch ist Uranocircit nicht von Autunit (der aber viel seltener
ist) zu unterscheiden. Dieses Mineral bildet quadratische bis rechteckige
Blättchen, gerne parallel verwachsen bis knapp cm-Größe,
selten auch linealartige oder dicktafelige bis gedrungene Kristalle. Die
Farbe kann dabei im Kristall verschieden sein (Zonarbau), das ist auf unterschiedliche
Zusammensetzung (Mischkristalle oder innige Verwachsung ! Autunit-Uranocircit-Bassetit-Torbernit)
und unterschiedlichen Wassergehalt zurückzuführen. Uranocircit
wandelt sich bei Wasserverlust in den ansonsten chemisch gleichen Meta-Uranocircit
um. Die ersten Funde von Uranglimmer (Uranocircit war zu diesem Zeitpunkt
nicht bekannt bzw. benannt) in Bayern überhaupt stammen übrigens
aus Wölsendorf: BERTELE berichtet 1804 von Uranglimmer aus Wölsendorf.
STRUNZ beschreibt den Sachverhalt in "Die Uranfunde
in Bayern von 1804 bis 1962" recht eingehend und anschaulich.