Über das Uran-Erz Coffinit von Wölsendorf

Von H. Strunz und E. Seeliger, Berlin

(zugleich 10. Mitteilung zur Mineralogie von Bayern) in Der Aufschluss, Heft 12, 1961, S. 353-359

Prof. Dr. Hugo Strunz und Prof. Dr. Erich Seeliger beschreiben recht ausführlich mit acht Abbildungen (davon 1 Röntgendiagramm) dieses, 1953 durch STERN & STIEFF erstmals in Sandsteinen des Colorado-Plateaus gefundene Mineral. Erstmals wurde Coffinit von Strunz und Seeliger 1960 in "Erzpetrographie der primären Uranmineralien von Wölsendorf" N. Jb. Min. Abh. 94 für Mitteleuropa beschrieben, worauf die Autoren ausdrücklich hinweisen.

"Inzwischen konnte die mikroskopische Untersuchung an Material des Johannesschachtes und auf Erze des Marienschachtes sowie auf Nebengesteine und den Flußspat beider Vorkommen ausgedehnt werden. Dabei hat sich im Hinblick auf den Coffinit nachweisen lassen, daß das Mineral in Wölsendorf extensiv viel verbreiteter ist als zunächst angenommen."

Weiterhin wird angedacht, daß der Coffinit ein möglicherweise wichtiger Träger der Radioaktivität des Wölsendorfer Flußspates sein könnte:

"Die abgebildeten Strukturen weisen nicht nur darauf hin, daß der Coffinit als ein vieleicht wichtiger Träger der Radioaktivität in den Stinkflußspäten angesehen werden muß, sondern zeigen zugleich eine der Schwierigkeiten, mit denen die Aufbereitung bei Versuchen zur Trennung der radioaktiven Mineralien vom Flußspat zu rechnen haben wird."
 

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