
Dieses Edelmetall war Ziel der ersten Bergbau-Unternehmungen im Wölsendorfer
Revier. Dabei ist ged. Silber in Wölsendorf sehr selten, genaugenommen
bis zum Artikel von A.MÜCKE im Aufschluss 3/1988 nicht oder nur wenigen
Sammlern bekannt. Das im Mittelalter gesuchte - und gefundene - Silber
ist an den Bleiglanz als Beimengung gebunden. Da Bleiglanz verstärkt
im südöstlichen Revierteil erscheint waren die historischen Bergbau-Anlagen
wohl nur im Bereich östlich Schwarzenfeld fündig.
Das im Aufschluss abgebildete Silberstück stammt vermutlich von
der Grube Roland, ist ca. 44 Gramm schwer und befindet sich in der Privatsammlung
Dr. Crotogino/Seelze. Prof. Dr. MÜCKE erläutert im Artikel die
Entstehung, wobei als stoffliche Quelle Schapbachit-führender Bleiglanz
in Frage kommt und - da Oxidationszonen im Revier nicht stark verbreitet
sind - wohl "Umgekehrte Zementation" in Frage kommt.