SCHILLING, A., "Die radioaktiven Höfe im Flußspat von Wölsendorf", N. Jb. Mineral. usw. 53, Beil.-Bd., Abt. A. S. 241-265, Stuttgart 1926
Der Artikel von A. Schilling geht auf die sog. "Halos", d.h. die Emanationshöfe im Wölsendorfer Flußspat ein. Im Anschliff (Dünnschliff) zeigen - mit radioaktiven Mineralien durchsetzte Wölsendorfer Fluorite nämlich winzige konzentrische Ringe, die aufgrund der unterschiedlichen Reichweite der alpha-Strahler entstanden sind. Es sind 36 Abbildungen und drei Diagramme beigegeben. Die Arbeit gliedert sich:
1. Einleitung
2. Entwicklungsreihen der radioaktiven Höfe
3. Ionisierungswirkung und Färbung
4. Statistik der Hofformen
5. Emanationshöfe und ihre Deutung
6. Ultramikroskopische Untersuchungen über die Färbung und Entfärbung vom blauen Flußspat
7. Abhängigkeit der Entfärbung von Temperatur und Zeit
8. Reichweitenmessung der alpha-Strahlen der Ur-Ra-Zerfallsreihe
9. Einige bemerkenswerte Hofformen
10. Beitrag zum atomaren Bremsvermögen der Elemente
11. Zusammenfassung
Auszug aus der Zusammenfassung:

"Die zahlreichen Typen der radioaktiven Höfe im Wölsendorfer Flußspat werden beschrieben und durch Mikrophotographien belegt. Ihr verschiedenes Aussehen kann ausschließlich auf verschiedenen Gehalt der Kerne an radioaktiven Substanzen und örtliche Verschiedenheiten den Flußspatgitters zurückgeführt werden. Als Ursache der Färbung wird kolloidale Ausscheidung von metallischem Ca angenommen und damit die Besonderheiten der Flußspathöfe verständlich gemacht.  ...

Sehr merkwürdig ist das Auftreten von Höfen, die nur auf die Ra-Emanation und ihre Zerfallsprodukte zurückzuführen sind. Verschiedene Möglichkeiten ihrer Entstehung werden besprochen. ...

Einige Hofformen, die Ringe mit ungewöhnlichen Radien aufweisen, werden durch die Annahme ausgedehnter Strahlungsquellen gedeutet. Es besteht kein Anlaß, alpha-Strahlen unbekannter radioaktiver Elemente als wirksam anzunehmen. ..."

Der Literaturteil (kein Wölsendorf-Bezug) nennt 18 Arbeiten aus der physikalischen Grundlagenforschung.

 

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