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FÜRST, M. & BANDELOW, K.-F., "Strukturelle und szintillometrische Aufnahmen im Ostteil des Wölsendorfer Flußspatreviers sowie Untersuchungen über eine Pechblende-Vererzung bei Altfalter", in Geol. Rundschau 71, Stuttgart 1982, S. 549-577 |
Prof. Dr. Manfred Fürst und Dipl. Geologe Friedrich-Karl Bandelow fassen diese Arbeit wie folgt zusammen:"Im Ortsteil (Anmerkung richtig: Ostteil) des Wölsendorfer Reviers wurden Bruchstrukturen mit Hilfe der photogeologischen Linearanalyse und Gefügemessung lokalisiert, wobei die Meßwerte durch das neue EDV-Programm TEKLA-2 und durch Unterprogramme verarbeitet wurden.
Kluftsysteme, die an 22 Lokalitäten eingemessen wurden, koindizieren mit den Ergebnissen der Linearanalyse und lassen für das Gesamtgebiet folgende bevorzugte Richtungen erkennen: 135-145° und 80-90°; untergeordnet treten die jeweiligen Gegenrichtungen auf. Das gemeinsame Streichen mineralisierter Klüfte und bekannter Flußspatgänge mit den Haupftkluftrichtungen und Harnischflächen läßt die tektonische Kontrolle der Mineralisation erkennen.
Die Schollensynthese lieferte den Nachweis eines Flächendeckenden Schollenmosaiks. Die wohl korrespondierenden Richtungen 130-150° und 25-45° sowie 75-95° und 5-25° wurden mit dem Unterprogramm ANFILT herausgefiltert und zu zwei Karten zusammengestellt. Sie dokumentieren die systematische Schollenzerlegung des Kristallingebietes und lassen zwei im Raum unterschiedlich orientierte Beanspruchungssysteme erkennen, die postorogenetisch, also postvaristisch wirksam waren, denn die Granite sind gleichermaßen zerlegt. N/S Elemente sind regional nur untergeordnet vertreten.
Das Untersuchungsgebiet läßt sich durch kilometerlange E-W streichende Schollengrenzen in drei größere Areale untergliedern. Vom SE von Altfalter kommend, erstrecken sich nach NW bis in den Raum nördlich Wölsendorf gebündelte Schollengrenzen, an die die vom Süden und Südosten kommenden tektonischen Elemente anstoßen.
Fast alle Flußspatgänge koindizieren mit lang ausstreichenden Schollengrenzen, vornehmlich im mittleren Areal und seinen Rändern.
Szintillometermessungen ergaben neue Anomalliebereiche im Raum Wölsenberg, wo Uranmineralisationen aus der Oxidationszone beschrieben werden. Der Nordgang erwies sich dort als sehr stark vererzt. Szintillometermessungen führten bei Altfalter zur Lokalisierung einer bisher unbekannten Pechblendevererzung.
Bei der Pechblende von Altfalter handelt es sich aufgrund mineralogischer und geochemischer Befunde um eine hochtemperierte katathermale bis pneumatolytische Bildung in einer sulfidarmen Erzparagenese. Es erfolgte die Einordnung in den Typ Haute Vienne."
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