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Die Grube Roland bei Stulln

Von der Grube Ist heute kaum mehr etwas zu sehen
Fluorit von hier war besonders farben- und formenreich. Namentlich
kamen
schöne rötlichbraune Baryte, einige Kupfermineralien wie
Malachit,
Azurit, Chrysokoll, ged. Kupfer, Langit, Cuprit, Bornit, Kupferglanz,
Kupferkies,
auch wunderbare Eisenkieselkristalle und viele Uranmineralien vor.
Schon
zu Betriebszeiten fanden die Uranmineralien reges Interesse (siehe
Aufschluss-Artikel
aus dem Jahr 1957 von H. BEYER und P. SOLDMANN).
In manchen alten Sammlungen finden sich auch Fluorit- 24-Fächner (Pyramidenwürfel)
und Rhombendodekaeder von dieser Grube. Schöne Oktaeder (sogar
pseudomorph
- siehe www.vfmg-weiden.de/fdm27.htm)
kamen ebenfalls vor. Der einzige Fund von ged.
Silber
im Revier kam sehr wahrscheinlich auch von dieser Grube. In
jüngerer
Zeit sind hier Funde von guten Pseudomorphosen gelungen: Quarz nach
Calcit
(siehe www.vfmg-weiden.de/fdm11.htm)
und Quarz nach Fluorit (Eigenfund 3/2003). Weiterhin ist Zinnober - in
Epitaxie in gelbgrüne Flußspatkristalle eingewachsen - als
besondere
Rarität zu nennen (siehe www.vfmg-weiden.de/fdm30.htm).
![]() Die frisch umgegrabene alte Halde der Grube Roland (Herbst 2000) |
Von Stulln her kommend, Richtung Wölsendorf fährt man vor der engen Eisenbahnbrücke bei Brensdorf links (bei der Schranke nach Norden), dann (an der ersten Gabelung, Waldgrenze) rechts. Die alten Halden liegen nach 300 m rechts des Weges zur Bahn hin, die Grube befand sich links des Weges, heute sind nur noch Ruinen zu sehen. Am Mühlberg ziehen sich gewaltige Pingen, mehr als 10 Meter tief und ebenso breit, in nordwestlicher Richtung hoch. |
Im Rahmen der VFMG-Sommertagung 2000 wurden die alten Halden
"kräftig"
umgegraben und durchaus schöne Funde, vorwiegend allerdings
Belegstücke
und Micromount's gemacht, viele der unten abgebildeten Mineralien sind
"Neufunde".