Fluorit im Wölsendorfer Flußspat-Revier
 
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Rhombendodekaeder


Diese Kristallform, die bei Granat so häufig auftritt, dass man auch von "Granatoeder" spricht, ist als alleinige Tracht für Wölsendorfer Flußspat sehr selten. Dabei sind die Oberflächen stets rauh und oft bauen sich die Rohmbendodekaeder -schon mit der Lupe erkennbar- aus einer Vielzahl kleinster Würfelchen auf (Polysynthese). Nicht so selten dagegen sind einzelne Rhombendodekaederflächen (die Kanten im 45° Winkel brechend) untergeordnet an Hexaedern zu sehen. Ebenso kommen Trachtkombinationen von Oktaeder mit Rhombendodekaeder vor, auch hier werden die Oktaeder-Kanten durch die Rhombendodekaeder-Flächen "abgeschnitten".
 
Rhombendodekaeder {110} hier alleinige Tracht, ist bei Fluorit - nicht nur in Wölsendorf - selten. Rechts ein Exemplar von der Grube Roland.

Rhombendodekaeder {110} mit untergeordnet Hexaeder {100} (die kleinen rechteckigen Flächen), die Abbildungen rechts zeigen zwei Exemplare von der Grube Hermine.



Rhombendodekaeder {110} in Kombination mit Hexaeder (Würfel). Diese Trachtkombination kommt häufiger vor, oft sind die Kanten-abschrägenden {110}-Flächen allerdings viel schmäler ausgebildet. Rechts ein Exemplar aus dem Gustav-Gang.

Rhombendodekaeder {110} in Kombination mit Hexaeder (Würfel). In dem Kristall sind noch Phantomflächen (z.B. {111}) zu sehen. Fluoritgang bei Saltendorf.


Oktaeder {111} (violette Flächen, dominant) in Kombination mit Rhombendodekaeder (hell). Rechts ein Exemplar von der Grube Roland.


Rhombendodekaeder {110} in Kombination mit Hexaeder {100} und violetten Phantomflächen von Oktaeder {111}. Rechts ein Exemplar von der Grube Helene. Mehr zu diesem Phantom <hier>