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Quarz im Wölsendorfer Flußspat-Revier
| Chem. Formel: SiO2 Härte: 7 Strich: weiß Varietäten: Chalcedon, Hornstein, Rauchquarz, Einsenkiesel, Amethyst, Citrin, Bergkristall, Morion |
![]() Kristallzeichnung Quarz |
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Grube Ernst und August |
Johannesschacht |
Rolandgang, Johannesschacht |
Im Wölsendorfer Revier tritt Quarz als alleiniges (analog zum Pfahl), vorherrschendes oder begleitendes Mineral auf. In allen Gängen ist (Hornstein-) Quarz zu finden. Dabei mineralisierte Quarz in vier Generationen, angefangen von zähnen Chalcedon (Hornstein), bis hin zu teilweise klaren oder schön gefärbten Eisenkiesel-, Amethyst- und Rauchquarzkristallen der jüngeren (3.) Generationen. Teilweise ersetzte oder verdrängte der Quarz dabei Mineralien früherer Generationen, belegt ist das durch zahlreiche Pseudomorphosen, z.B. Quarz nach Calcit und Quarz nach Flußspat. Fast allen Quarzkristallen im Wölsendorfer Revier ist der gedrungene, kurzprismatische Habitus gemeinsam, in manchen Fällen fehlten sogar Prismenflächen ganz. Diese Kristallform spricht für eine Bildung bei niedrigen Temperaturen.
Vereinzelt wird auch von Funden von "Bandachat" berichtet (z.B. Hartenricht). Es sind dies Chalcedone, die ähnlich dem Flußspat, eine lagenweise wechselnde Farbgebung - in der Regel weiß-grau-gelblich - entstehungsbedingt aufweisen. Auch Wechsellagerungen mit Fluorit (seltener Baryt) wurden gefunden, gehören aber wohl einer jüngeren Generation an.