Dieses Mineral "Allerwelts-Mineral" ist auch im Wölsendorfer
Revier
verbreitet, wobei die Kristalle freilich keine besonderen
Größen
erreichen. Die Würfel und die aus Würfelchen zusammengesetzen
Kugeln erreichen maximal etwa 1 cm, andere Formen (Pentagondodekaeder,
Oktaeder) sind immer kleiner. Pyrit findet sich in Fluorit und Baryt
ein-
und aufgewachsen, seltener alleinig auf Quarz. Pyrit ist aufgrund
seiner
Kristallform gut vom ebenfalls auftretenden Markasit und Kupferkies zu
unterscheiden.
Als Besonderheit und Rarität wurde von H. Strunz die epitaktische
Verwachsung von Pyrit-Pentagondodekaedern auf Fluorit beobachtet und
beschrieben
(siehe Literatur). Manchmal sind
Fluorit-Würfel
mit Pyrit so dicht überzogen, so daß man im ersten Moment
glaubt,
einen Pyritwürfel vor sich zu haben (mehr zur Epitaxie
Fluorit-Pyrit <hier>). Pyrit geht
(zunächst
oberflächlich)
pseudomorph in Limonit über, das kann man auch an den
Wölsendorfer
Stufen schön beobachten. Derber Pyrit, in faustgroßen Massen
im Fluorit eingelagert ist aus dem Westteil des Reviers (Cäcilia,
Hermine) bekannt, auch tritt Pyrit in der primären
Uranerz-Paragenese
mit auf.
Hermine: Pyrit, kugelig auf Fluorit mit Baryt und Calcit. Die
Kügelchen
setzen sich aus vielen kleinen Würfelchen zusammen. Bildbreite ca.
3 cm.
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Erika: Pyritwürfel (Bildmitte) mit/auf Fluorit und
Quarz. Kantenlänge
der Pyritkristalle ca 3 mm.
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Hermine: Pyrit-Oktaeder auf
Quarz. Bildbreite 4 mm. Sammlung Wolfgang Bäumler
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Hermine: Pyrit-x auf
Quarz. Der Kristall ist als länglich gestreckter Hexaeder in der
Kombination mit Oktaeder ausgebildet. Bildbreite 4 mm. Sammlung
Wolfgang Bäumler
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Marienschacht: Pyrit als dünner Überzug auf
violetten Fluorit-Würflen.
Bildbreite ca. 10 cm
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