Von E. PREUSS und H. ZIEHR
Mitteilung aus dem staatlichen Forschungsinstitut für angewandte Mineralogie bei der Technischen Hochschule München. In "Der Aufschluss", Heft 12, 1962, Seite 313, 314.E. Preuss und Heinz Ziehr beschreiben in diesem Aufsatz, mit einer Abbildung (Foto, "Skalenoedrischer Fluorit") erstmals für Bayern und weltweit zum zweiten mal die seltene, sog. "skalenoedrische" Form (731) für Fluorit.
"Im Sommer 1963 wurden uns erstmalig zart weingelbe Kristalle von sehr eigenartigem Aussehen vorgelegt, die nicht sofort als Flußspat zu erkennen waren. Der genaue Fundort war unbekannt. Bei einer Befahrung gelang es uns dann, die Kristalle im Gang anstehend zu finden."
"Die Fundstelle liegt im Bereich einer Laugungszone im Flußspatgang in 190 m Tiefe. Der 1 bis 4 m breite Gang führt mehrere Generationen meist grünen Flußspates, rötlichen Baryt, etwas Quarz und vereinzelt Dolomit und Pyrit."
Eigenartigerweise nennen die beiden Autoren nicht die Grube (Cäcilia), in der der Fund gemacht wurde, geben aber eine Erklärung für die Entstehung:
"Die Ursache für diese Kristallbildungen ist so zu erklären, daß die ursprünglich als Würfel ausgebildeten Flußspatkristalle durch zirkulierende Lösungen abgelöst (angeätzt) worden sind, wobei diese Formen entstanden, dann durch ein erneutes kurzes Wachstum wieder unter Bildung der oben angegebenen Flächen etwas ausgeheilt wurden."
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