Chem. Formel: UO2
Dichte: 6.4 - 10.6
Strich: grau-braun-schwarz
Härte: 5-6
ACHTUNG: hoch radioaktiv
Synonym: Pechblende, Pitchblende
Das primäre Uranmineral Uraninit, oder wie verbreitet der nicht
kristallisierte Uraninit bezeichnet wird "Pechblende" ist in Wölsendorf
das Ausgangsmineral, dessen Zersetzung- und Umsetzungsprodukte im zentralen
Revierteil zu so vielfältigen sek. Uran-Mineralisationen geführt
hat. Pechblende ist im Gegensatz zu den häufig bunten sek. Uranmineralien
eher unscheinbar und wird gerne übersehen. Erstmals gefunden wurde
Pechblende in Wölsendorf von A. Scholz um 1920, die Erstbeschreibung
(dieses Fundes) kam von HENRICH 1924. Im derben Stinkspat eingelagert,
oft im mit schwarzem Fluorit verkitteten "Mischmasch" finden sich Nester
oder kleine Äderchen von Pechblende. Sichtbar wird das durch Autoradiographie
(Ein angeschliffenes Stück wird einige Tage auf unbelichteten Film
gelegt, der dann entwickelt wird. Die Radioaktivität der Pechblende
schwärzt den Film). Pechblende ist aber auch der stärkste radioaktive
Strahler im Revier. Von H. Ziehr wurde Pechblende erstmals im Februar 1953
auf der 70m-Sohle im Marienschacht auch im Anstehenden (mittlerer Gang)
untertage gefunden. Die Vererzung war aber nirgens so hoch, daß ein
Abbau rentabel erschienen wäre.