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Oktaeder
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Oktaeder {111}, Bild rechts zeigt einen ca. 1/2 cm großen Kristall vom Marienschacht. Man geht bei Oktaeder-Form von einer höheren Bildungstemperatur aus. | ![]() |
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Auch der dunkle Oktaeder
(Bild rechts) stammt vom Marienschacht. Auffällig ist, dass viele
Oktaeder aus dem Revier violett bis schwarz sind, teilweise auch aus
Stinkspat bestehen. |
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Stinkspat-Oktaeder,
Kantenlänge bis 18 mm, Grube Erna-Anna. |
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Kombination Oktaeder {111} mit Rhombendodekaeder {110}, im Bild rechts als Phantom von der Grube Hermine. Mehr zu diesem Phantom | ![]() |
| Ochsenauge: Oktaeder mit
einspringenden Kanten, sehr seltene Form, hier vom Bleiloch. Mehr zu dieser Form |
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| Polysynthese: Oktaeder aus
vielen kleinen parallel verwachsenen Kriställchen aufgeaut. Mehr zu dieser Form |
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| Scharfkantiger Oktaeder,
nahezu ideal ausgebildet und unbeschädigt vom Bleiloch bei
Schwarzenfeld. Ursprünglich eingewachsen in Quarz. Der Kristall
ist ca. 2 cm groß (Fund 4 / 2007) |
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Oktaeder sind die zweithäufigste Kristallform für Fluorit in Wölsendorf (und allgemein). Allerdings sind gut ausgebildete Kristalle mit relativ glatten Flächen im Revier selten. Häufiger sieht man mit Quarz oder jüngerer Flußspatgeneration überwachsene Kristalle. Das hat seinen Grund wohl darin, dass die Oktaeder-Formen früh - bei höherer Temperatur - gebildet wurde und folglich gerne von späteren Mineralisationsphasen betroffen waren. Die besten Kristalle kamen deswegen weniger aus den Hauptgängen sondern vielmehr aus kleinen bis sehr kleinen Klüften im Nebengestein (die nur eine -höherthermale- Mineralisationsphase aufweisen). Musterbeispiel für derartige Bildungen sind die Oktaeder der Grube Helene bei Brudersdorf. Die größten Oktaeder mit bis zu ca. 3 cm Kantenlänge (Kristallgröße also max. 5 cm) kamen vom Marienschacht. Bekannt sind auch Pseudomorphosen von Quarz nach Flußspat-Oktaedern und Fluorit- Oktaeder- Perimorphosen (Umhüllungs-Pseudomorphosen). Eine absolute Rarität stellen die hellen Oktaeder von der Grube Max dar. Im Bleiloch bei Schwarzenfeld treten Oktaeder (bis mehrere cm Größe) in grüner und violetter Farbe häufig auf. Diese sind allerdings praktisch immer in Quarz eingewachsen und nur in den seltensten Fällen unbeschädigt zu bergen.
Frei gewachsene Oktaeder haben im Gesensatz zu Spaltoktaedern nie so glatte Flächen und selten so scharfe Kanten.