Fluorit im Wölsendorfer Flußspat-Revier
 
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Oberfläche, Parkettierung usw.

Die Oberfläche von Flußspatkristallen ist nur im Idealfall spiegelglatt und eben. Typischerweise ist die Oberfläche bei Würfeln parkettiert:

Nur größere Würfelflächen zeigen Parkettierung. Diese Erscheinung wird durch Baufehler im Kristallgitter hervorgerufen. Baufehler könnten auch für konvexe und konkave Würfel-Oberflächen verantwortlich sein.

Das Bild links zeigt parkettierte Würfel (ca. 2 cm Kantenlänge) von der Grube Erna.

Häufiger als konvex nach aussen gebogene Oberflächen zeigen sich eher als konkav gewölbt zu bezeichnende Würfel-Flächen. RIEDEL (1952) schreibt dazu: "An verschiedenen, meist großen Würfelformen beobachtet man eine bemerkenswerte Erscheinung. Die Würfelflächen verschieden gefärbter Flußspäte sind konkav gewölbt und zeigen randlich unregelmäßige Abstufungen. Es handelt sich hierbei um konsequente Baufehler des Realgitters, mit vollkommener Desorientierung der einzelnen Würfelbestandteile, was in den Ernährungsumständen bei der Kristallisation begründet liegen kann."

Die Oberfläche von Oktaedern ist stets rauh und matt. Verwitterung lässt die Oberfläche zunächast rauh und matt, bei fortschreitender Verwitterung glasig-glänzend korrodiert erscheinen.
Manchmal haben Kristalle einen glasig erscheinden Glanz. Dieser beruht auf Korrosion ("geätzt" ist eigentlich nicht der richtige Ausdruck). Durch die sog. Lösungsanisotropie erfolgt der Abtrag nicht in allen Raum-Richtungen gleichmässig, vielmehr bilden sich sozusagen "negative" Kristalle. Auf Würfelflächen kann man öfters umter dem Binokular  negative Oktaeder, d.h. pyramidenartige Vertiefungen ("Ätzfiguren" oder "Ätzgruben") beobachten. 

Das Bild links zeigt eine Würfel-Oberfläche (Bildbreite 5 mm,) mit "Ätzfiguren" vom Schwarzach-Stollen.

Neben den Ätzgruben gibt es auch Ätzhügel (engl. hillocks). Diese entstehen vermutlich durch Kristallbaufehler und sind der Auflösung langsamer unterworfen als ihre Umgebung.

Das Bild links zeigt Ätzhügel (hillocks) auf den schmalen {210}-Flächen eines Hexaeders. 

Der links abgebildete stammt von der Grube Cäcilia, eingewachsen zeigen sich kleine Zinnoberkristalle und weitere Sulfide. Bildbreite ca. 8mm

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