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"Neue Hoffnung" / "Silberbachstollen"

Stollenmundloch, im Steilhang, zugemauert 3/2001
"Am rechten Naabufer, knapp nördlich von einem Bahnwärter-Häuschen, bei RW 4512,29/HW5477,26 folgt ein heute noch offener, etwa 20 m langer Stollen einer Gangkluft, die Südwest-Nordost (30°) streicht und mit 60° nach Südosten einfällt. ... Auf der Bergkuppe, oberhalb vom Blendel Kreuz, geben eine verfallene Schachtanlage und ein Südwest-Nordost streichendes Pingenfeld noch Zeugnis von der alten Grube."
Die "verfallene Schachtanlage" dürfte jenes von Wiedemann & Forster 1937 angefangene, 17 Meter tiefe Bergwerk gesesen sein. Der "Silberbachstollen" ist ebenfalls in dieser Zeit angelegt worden. Andererseits ist bereits in der Karte von DORN 1936 am "Brünnlberg" ein (verlassenes) Bergwerk eingezeichnet. Die "verfallene Schachtanlage" ist heute noch ca. 200 Meter südwestlich des Stollenmundloches im Wald am Steilhang aufzufinden. Hinzuzufügen wäre noch die erste Nennung eines "Flußspathbruch am sog. Brünnelberg" durch GÜMBEL 1863 (in den Sitzungsberichten der königl. bayer. Akademie der Wissenschaften zu München", Band I, S. 301-329).
Über die Haupt-Gangrichtung gehen die Angaben auseinander. In älterer Literatur, so auch in der Lagerstättenkarte bei TEUSCHER & BUDDE ist nämlich ein NW-SO streichender, nach SW einfallender Gang (Nr. 29) eingezeichnet. Nach dem Geländebefund und in Übereinstimmung mit der Geologischen Karte (BAUBERGER 1967) dürfte der Gang aber SW-NO streichen.
Nur wenige Stücke von dieser Grube haben den Weg in die
Sammlungsregale
gefunden. Violetter Flußspat, helle Quarzkristalle und wenige
Begleitmineralien
sind von hier bekannt. Fundmöglichkeiten sind heute hier
nicht
mehr gegeben, da die Halden abgetragen wurden und der Stollen
verschlossen
ist.
Es gibt die Ansicht, dass die Bezeichnung "Silberbachstollen"
seine Wunzeln in einem möglichen Silber(versuchs)bergbau haben
könnte. Das ist zwar angesichts anderer mittelalterlicher Versuche
(Venezianerschacht, Agricolaschacht) nicht ganz von der Hand zu weisen,
angesichts der gerigen Gangmächtigkeite und der fehlenden
Blei-Vererzung eher unwahrscheinlich.