Wann genau die ersten Bergbauversuche hier stattfanden ist unklar,
vermutlich ab ca. 1923 durch Josef Häusler, 1924
Untersuchungsarbeiten
der Fluß- und Feldspatgruben Ludwig GmbH, dann bis 1939 (mit 17-m
Schacht, "Merkur II") und nochmals 1951-54 angefangen (mit 50 m
Schacht,
"Merkur I", ca. 50 Meter östlich Merkur II). Die Grube liegt
südlich
der Grube Gisela am Stockbichl. Der bis ca. 80 cm starke Gang
führte
angeblich sporadisch aber dann reichlich Pyrit und Markasit, hellen
Flußspat
(gebändert, grün, weniger violett, Kristalle als Würfel,
aber auch Oktaeder und Rhombendodekaeder) und viel dichten Quarz. Das
Vorkommen
war im Streichen (Ost-West) nur ca. 100 Meter lang, eingenartig gebogen
und nur bis etwa 50 Meter Teufe bauwürdig. TEUSCHER
schreibt (1957): "Das Vorkommen Merkur hatte außer zwei
Linsen
von einigen 10 m Länge bei nur wenigen dm Mächtigkeit keine
Ansätze
zur Ausbildung einer gut mineralisierten Gangspalte. Die
Flußspäte
der Gänge Gisela-Merkur zeigen eine Zunahme blauer Farben (neben
noch
vorherrschendem grünem Flußspat);"
Alte Flur-Nr.: 867, in der Zeit zwischen 1951-1954 wurden ca 2.000
t
(verwertbares) Fördergut ans Tageslicht gebracht. Der Gang wurde
1962
von der Grube Gisela aus querschlägig auf 120 m Teufe angefahren,
jedoch in dieser Tiefe nicht mehr bauwürdig. Heute sind nur noch
stark
überwachsene Haldenreste im Wald zu sehen, darin wenig
Flußspat
und kein Baryt. Nach alten Berichten (RIEDL, H, 1952) kam jedoch
durchaus
(im Gegensatz zur Grube Gisela) Schwerspat vor (ein dm-starkes Band in
Gangmitte), deswegen wurde ein unmittelbarer Zusammenhang beider
ansonsten
ähnlichen Vorkommen verneint. Beide Merkur-Schachtanlagen sind
heute
verfallen und unzugänglich.
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Die Fluoritkristalle sind gerne mit Quarz-Kriställchen
überzogen,
diese dunkelvioletten Kristalle kommen aus schmalen Gängchen im
Granit.
Bildbreite 7 cm
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Der links abgebildete, ca. 3 mm große Kristall zeigt
als Tracht
eine Kombination von Würfel und Rhombendodekaeder, zudem eine
Phantomstruktur.
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Perimorphosen von Quarz nach Fluorit-Oktaedern sind
häufiger anzutreffen.
Bildbreite ca. 13 cm
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