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LAUBMANN, H., "Minerallagerstätten" in "Abriß der Geologie von Bayern r.d.Rh.", Abteilung III, Redaktion Dr. M. SCHUSTER, München (Piloty & Loehle), 1923, S. 66-71 |
In dieser kleinen Arbeit schreibt Dr. Heinrich Laubmann auf gut einer Seite über die Vorkommen von Wölsendorf."Zu den merkwürdigsten Erscheiniungen speziell der Wölsenberg-Stullner Gänge zählt das Vorkommen von Uranmineralien. Zum Teil scharf ausgebildete Täfelchen von gelbgrünem Kalkuran- oder von smaragdgrünem Kupferuranglimmer durchschwärmen ausschließlich den dunkelviolettenFlußspat und den anliegenden Granit. Seltener sind Nester von schwefelgelbem, haarförmigem Uranotil. Ohne Zweifel hängt die dunkelviolette Farbe und der schon erwähnte Geruch der Wölsenberg-Stullner Flußspate mit dem Auftreten von Uranmineralien zusammen, denn wo diese fehlen (wie bei Bach, Sulzbach, Pingarten, Krandorf, Altfalter, Liesenthan, Freihung), ist auch der Flußspat farblos oder nur schwach gefärbt.
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Neben seiner reichen Mineralgesellschaft sind die Flußspatgänge durch eine Reihe interessanter pseudomorpher Substanzumwandlungen ausgezeichnet, denen verschiedene Mineralien unterworfen waren. So finden sich Pseudomorphosen von Quarz nach Kalkspat in stumpfen Rhomboedern oder Skalenoedern am Lehenbühl des Wölsenberges, am Mühlberg a.d. Naab und bei Liesenthan, von Quarz nach Schwerspat ebenda, von Flußspat nach Kalkspat in Rhomboedern auf den Stullner Gängen, von Quarz nach Flußspat in großen Würfeln in der ehemals Freiherrl. v. Stengel'schen Grube an der Ostseite des Wölsenbergs und in Oktaedern bei Krandorf-Unterauerbach und bei Sulzbachg a.d.Donau und endlich von Eisenglanz nach Spateisenstein als Seltenheit auf den Wölsenberger Gängen. Diese Pseudomorphosen sind zweifelsohne durch Thermallösungen entstanden, die in verschiedenen Perioden ihrer mineralbildenden Tätigkeit eine recht wechselnde Zusammensetzung hatten."
Als Literaturquellen (zu diesem Gebiet) sind vier Arbeiten angegeben.
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