Uranerzvorkommen in der Bundesrepublik

von E. Kohl

in "Der Aufschluss", Heft 10, 1957 ab Seite 205

In diesem Überblick tauchen die Wölsendorfer Gänge an erster Stelle auf:

"Bayerns Vorkommen sind zunächst die uranführenden Flußspatgänge bei Wölsendorf (Oberpfalz) auf denen seit etwa 4 Jahrzehnten derbe Pechblende in bescheidener Menge einbricht und eine ANzahl sekundärer Uranmineralien vorkommen, von denen Uranotil und die beiden Uranglimmer Uranocircit und Torbernit die häufigsten sind. Der Flußspat ist in den uranführenden Partien durch Strahlung tief dunkelviolett bis geradezu schwarz verfärbt (Stinkflußspat).

Bis jetzt sind nach ZIEHR Uranerze auf fünf Gängen, z.T. bis zu einer Tiefe von 180 m nachgewiesen worden und man hegt die Hoffnung, daß sich die Uranführung in größerer Tiefe fortsetzt, wie vom Verfasser bereits früher (KOHL 1934, S. 78) angenommen worden ist. Man rechnet auch damit, daß weitere uranhaltige Flußspatgänge aufgefunden werden."
 

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