Erste (untertägige) Bergbauversuche am Joachim-Gang gehen
vermutlich
auf das Jahr 1934 zurück. Hermann Schramm täuft (auf dem
bereits
bekannten Gang) einen 22-Meter Schacht ab und benennt diese Grube
"Joachim"
(auch "Hans Joachim"). Bereits ein Jahr später muss Schramm
die Grube (wie auch die Grube Gisela) aufgrund von Geldmangel
verkaufen.
Die "Vereinigten Flußspatgruben GmbH Lissenthan" betreibt
die
Grube aber nicht lange weiter, 1936 war das Bergwerk bereits
stillgelegt.
In den Jahren vor dem II. Weltkrieg kommt es zu weiteren Verkäufen
und nochmaliger Untersuchung, aber zu keiner nennenswerten
Förderung
mehr. Jüngste (leider negative) Untersuchungsarbeiten gingen von
der
Grube Erika aus. WEISS schreibt: "Im
angrenzenden
Baufeld "Erika" 1960/66 großzügige
Untersuchungstätigkeit
seitens des Betriebs Erika: 500m Querschlag, 150m Sohle, zum
Joachim-Gang,
130 m Überhauen, 60 m Strecke, dazu 60 m tonnlägiger
(geneigter)
Schacht von Übertage, Gesamtergebnis: negativ!"
Der Joachim-Gang ist eine N-S-Zerrspalte im grobkörnigen
roten
Granit die bis 120 Meter Teufe deutlich ausgebildet, aber nur bis 40
Meter
gut mineralisiert ist. Der Gang befindet sich genau 1,2 km südlich
Lissenthan. Flurbezeichnung Tiefental, alte Flurstück-Nr: 675/676,
nach WEISS weniger als 10.000 t
Gesamt-Förderung.
Die alten Halden im Wald sind stark überwachsen, der Schacht ist
verfallen,
es sind lediglich noch Pingen zu sehen.
Über die Mineralien von dieser Grube ist nicht viel bekannt.
Die
Flußspat-Hauptmasse ist kräftig grün, aber auch
violetter
Flußspat kam vor. Bei Grabungen auf den alten Halden konnten
kleine
klare, grüne und violette Kristalle gefunden werden, Baryt wurde
auch
gefunden, war aber scheinbar seltener.
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Wölsendorfer
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