Vielfach enthalten Fluorit-Kristalle
aus dem Wölsendorfer Revier
Einschlüsse. An erster Stelle stehen Sulfide, also Pyrit,
Zinnober, Galenit, Kupferkies u.a.m., aber auch andere Mineralien wie
Hämatit, Baryt, Bornit, Covellin, Goethit wurden eingewachsen in
Fluorit beobachtet.
Es liegt in der Natur der Sache, dass diese Einschlüsse oft schwer
bestimmbar sind.
KARL (1989) nennen für
die Grube Hermine
Kupferkies als häufigstes Einschluss-Mineral.
Zu den absoluten Raritäten zählen merphasige
Einschlüsse, etwa die als "Libellen" bezeichneten Gasblasen in
Flüssigkeitseinschlüssen. Zwar mögen solche
Einschlüsse im Mikrometer-Bereich häufiger sein, selten
erlaubt aber die Größe (und Transparenz der Kristalle) eine
einfache Beobachtung mit Lupe oder Binokular. Allerdings sind solche
Inclusions wissenschaftlich von großem Interesse denn aus ihnen
können Rückschlüsse auf die Bildungsbedingungen
(Temperatur, Druck, Lösungszusammensetzung) gezogen werden.