Wenig Stufen, diese aber mit bemerkenswerten Kristallformen lieferte
die Grube Helene ca. 400 m nord-nordöstlich von Brudersdorf. Es
handelte sich dabei um die nordwestlichste Grube des Reviers. In
einem alten Steinbruch gelegen (wenige cm breite Fluorit-Gänge
stehen
im roten Granit an) wurde in einem kleinen Familien-Betrieb (Ehepaar
Freitag)
untertage Fluorit abgebaut. Dieses "kleinste Bergwerk Deutschlands" war
ein Unikum. In der Lagerstättenkarte von 1957 sind zwei
nahezu
S-N streichende Gänge eingezeichnet, in der geologischen Karte
(Blatt
Schmidgaden, 1967) nur einer. Da das Fördergut mit der
Schließung
der Grube Hermine (1987) nicht mehr abzusetzen war wurde auch die
"Helene"
in diesem Jahr verlassen, zumal wäre die Anschaffung einer neuen,
leistungsfähigen Punpe nötig gewesen. Erschöpft sind die
Gänge angeblich
nicht, es wird berichtet dass Herr Freitag angesichts des guten Spats
auf der untersten Sohle bedauerte "schon so alt zu sein".
An gleicher Stelle wurde schon in früherer Zeit
Flußspat
abgebaut. Bereits die Lagerstättenkarte von DORN
(1936 veröffentlicht, 1933 aufgenommen) bezeichnet diesen Gang mit
dem Symbol für "stillgelegtes Bergwerk". DORN schreibt über
dieses
Vorkommen:
"Überaus feinkörnig erwies sich der Flußspat in
einem
kleinen Gang bei Brudersdorf. Dieser Gang war auch deswegen
interessant,
weil sich in ihm achatartig gebänderte, z.T. mandelförmige,
überaus
buntfarbige, feinstrahlige Ausscheidungen fanden, die in der Hauptsache
aus Flußspat, teilweise auch verschieden gefärbten
Hornsteinlagen
bestanden."
Über die Betreiber und Anfänge der Vorgänger-Grube
ist
nichts bekannt.
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Die Gänge enthalten - bei schöner Bänderung
- violette
und grüne Flußspat-Lagen (vermutlich der 2.
Flußspat-Generation).
Stinkspat kommt nicht vor. Es zeigen sich öfters
eingewachsene
violette Oktaeder mit grünem Kern. Selten kamen auch frei
kristallisierte
Oktaeder, Pyramidenwürfel und Rhombendodekaeder sowie rundliche,
aus
Wüfeln aufgebaute Formen, häufigst natürlich kleine
Würfelchen
vor. Das Bild links zeigt einen 1-2 dm mächtigen Gang unter Tage.
Bild bei M. Koller
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Stufen mit bis zu cm-großen Würfeln, dann gerne
gelbliche
helle Farben, zählen zu den Raritäten. Überhaupt
unterscheidet
sich die Mineralisation zu den anderen Gruben, so findet sich fast nur
Quarz (dichter Chalcedon und kleine Kristallrasen) als Begleitmineral,
etwas Baryt und Hämatit, Uranglimmer und Malachit nur sehr
untergeodnet.
Fundmöglichkeiten für Kleinstufen bei großer Ausdauer
mit
schwerem Werkzeug im alten Steinbruch gegeben, siehe auch Lapis
Nr.8/2000. Die Grube selbst ist abgesoffen, der Eingang
verschlossen.
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Kleine, typisch violett gefärbte Fluoritkristalle auf
Quarzkristallrasen.
Bildbreite ca. 2,5 cm, Fund von 9/2000.
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Rhombendodekaeder mit
Phantom auf weißen Quarz-Kristallen
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Etwa 1/2 cm großer, violetter Fluorit-Oktaeder auf
Quarzkristallrasen.
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Etwa 3 mm große, aus einer Vielzahl von kleinen
Würfelchen
aufgebaute Fluoritoktaeder auf Quarzkristallrasen. Es wurden in
jüngerer
Zeit auch glatte Oktaeder bis 1 cm gefunden.
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Die Kantenlänge dieser, aus kleinen Würfelchen
aufgebauten
Oktaeder ist etwa 4 mm. Den Untergrund bilden weiße
Quarzkristalle.
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Etwa 1/2 cm große Fluorit-Oktaeder. Die
violett-schwarzen Kristalle
sind im Kern grün, waren von Quarz überwachsen, der jedoch
beim
Spalten des Stückes gut getrennt hat.
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