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Wann - und von wem - hier erstmals Flußspat abgebaut wurde ist schwer zu ermitteln. Die Gänge, die wohl die nordwestliche Fortsetzung des "Rolandganges" (zur Grube Johannessschacht gehörig, östlich der Naab) darstellen waren zumindest schon lange bekannt.
Die erste Nennung dieser Gänge an und westlich der Naab dürfte jene bei GÜMBEL (1863) sein:
"Die nordwestliche Fortsetzung dieser Gänge habe ich neulich unmittelbar an dem westlichen Uferrande der Naab an den sog. "Drei Kreuzen" des Mühlbergs, wo großartige Felssprengungen behufs Anlage einer Eisenbahn vorgenommen wurden, in prachtvollen Profilen bloßgelegt gefunden."
Auf alten Karten (um 1910) findest sich hier die "Grube Zimmermann" eingezeichnet, wobei nicht geklärt werden kann, auf welche Gänge tatsächlich gebaut wurde. Belegt ist ein Abbau von Flußspat für die Zeit vor / um 1885 durch Wolfgang Zimmermann (Nabburg). Größere untertägige Anlagen bestanden vor 1927 wohl nicht. Es ist zu vermuten, dass die Pingen, die sich noch heute gut sichtbar den Mühlberg hochziehen, eine Hinterlassenschaft der Zimmermann'schen Grube sind.
Die Grube Heinrich/Roland wurde von Grubeninspektor Kurt Heinrich 1927 begonnen. Zunächst wurde ein kleiner Schacht auf 70 Meter angelegt. Schon 1931 kommt ein Gleisanschluß (an die "Bockerlbahn", also Nebenstrecke nach Oberviechtach) hinzu. Die guten Weltmarktbedingungen machen 1950 einen neuen, zweitrümmigen Förderschacht (zunächst auf 100 Meter) möglich. Im August 1957 verkauft Kurt Heinrich die Grube Roland an die "Vereinigten Flußspatgruben Stulln GmbH". Nachdem trotz Vertiefung auf 200 Meter die Vorräte bald erschöpft waren wurde die Grube 1961 stillgelegt.
Das Fördergerüst blieb zunächst - auch nach einer groß
angelegten Feuer- und Katastrophenschutzübung, die das Gelände
verwüstete - stehen. Erst im Sommer 1976, als durch Blitzschlag der
alte Holzförderturm der Grube Hermine niederbrennt, baute man das
Roland-Stahlgerüst ab und über dem Hermine-Schacht wieder auf.
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Sammlungszette "Flußspat + Schwerspat Brensdorf Grube Heinrich 1939" (links) und dazugehörige Stufe (rechts) * |
| Wenige alte Sammlungzettel nennen eine Grube "Heinrich".
Die Grube Heinrich wurde vom Besitzer Kurt Heinrich noch vor dem II. Weltkrieg
nach seinem Sohn Roland in Grube "Roland" umbenannt. Kurt Heinrich hatte
1927 die Grube angefangen und sie 1957 verkauft. Erstaunlich lange (z.T.
heute noch) wurde/wird der Name "Heinrich" von Bergleuten bzw. Sammlern
verwendet.
Umbenennungen - häufig von Familiennamen zu Vornamen (Schramm-Gisela / Bauer-Marienschacht usw.) - waren durchaus verbreitet. Einerseits wurde damit eine gewisse Tradition gewahrt, andererseits - da einzelne Unternehmer z.T. mehrere Gruben betrieben - eine eindeutige Grubenbezeichnung gegeben. Aus heutiger Sicht von Vorteil war der nunmehr gleichbleibende Grubenname bei häufigem Besitzerwechsel. |
*) Die abgebildete Stufe und der Sammlungszettel: Sammlung und Foto dankenswerterweise von Herrn Michael Kommer