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Grube Hanns bei
Freiung/Lissenthan
früher Eduard

Nur wenige Mauerreste zeugen heute noch von der Grube
Hanns
Möglicherweise war dies der erste Gang im Revier, der systematisch auf Flußsspat bebaut wurde. Denn bereits 1823 transprtiert ein gewisser Bauer Rosner (Schmidgaden) Flußsspat, den er auf seinem Grund gewinnt, (Baufeld Hanns) mit Pferdefuhrwerk nach Regensburg. Der mächtigere der beiden S-N streichende Gänge hatte eine Stärke von im Schnitt einem Meter (0,6-1,5 Meter) und wurde auf mehrere hundert Meter verfolgt und abgebaut. Dieser Gang ist im Süden (Richtung Cäcilia) nicht mehr bauwürdig. Ein drittes (westliches) Gangtrum stellt die Verbindung mit dem Cäcilia-Gang her.
Nicht verwechselt werden sollte diese Grube mit der Grube Joachim,
die
manchmal auch als "Hans Joachim" bezeichnet wurde.
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Ein kleiner Holz-Förderturm und einige Hütten, die Grube Hanns war wirklich ein kleiner Betrieb. |
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Heute sind neben einigen Fundamentpfosten nur noch Pingen und die alten, abgesuchten Halden sichtbar. Die Grube Hanns lag ca. 100 Meter östlich der Straße von Lissenthan nach Freiung im Hang, südlich vom "Spatwanderweg". |
Der Flußspat hat hier bevorzugt eine schöne
kräftig
grüne Farbe, eher ähnlich Erika, also intensiver als etwa von
der Hermine bekannt. Es tritt aber auch violetter und fast schwarzer
Fluorit
(an den Salbändern) auf, jedoch nicht so häufig. Der violette
Flußspat zeigt öfters neben dem Würfel auch weitere
Flächen
(Oktaeder, Rhombendodekaeder).
Baryt ist deutlich seltener, jedoch zäher, heller Chalcedon
als
Gangmineral gemein. Auf alle Fälle ist die Barytführung des
Ganges
(auch in der Literatur) belegt. Die Aussage von RIEDEL (1952) "Bemerkenswert
ist, daß auf den aufgefahrenen Sohlen (12 und 32 m) kein
Schwerspat
auftritt, dafür reichlich Quarz (gelb, grün und
bräunlich
gefärbt), der sowohl den fast einförmig grünen
Flußspat
in feinen Bändern als Kristallisationsintervalle durchzieht, als
auch
in kryptokristalliner Form in großen Nestern in der Gangmitte
vorkommt
und dabei randlich den Flußspat bis auf 10 cm
zurückdrängen
kann." darf also nit verallgemeinert werden. Verglichen mit Erika
oder
Cäcilia waren/sind gute Sammlerstufen (egal ob Fluorit, Baryt oder
Quarz) mit brauchbaren Kristallen sehr rar (wie auch in der
fürheren
Zeit der Grube Hermine). Uranmineralien sind mir von der Grube Hanns
nicht
bekannt, von den Erzmineralien ist lediglich Pyrit und Hämatit,
Kupferkies
in kleinem Umfang und Malachit/Chrysokoll aufgefallen.