Hämatit im Wölsendorfer Flußspat-Revier

Chem. Formel: Fe2O3
Strich: rot
Synonym: Eisenrahm, Eisenglanz, Roteisenerz, Roteisenstein

Hämatit wurde (im Süd-Osten seltener) in praktisch allen Gruben gefunden, manchmal aber nur in Spuren bzw. als "Pigment". Dabei tritt Hämatit in drei typischen Formen auf: Einmal in kleinen, blättrigen, metallischen Kristallen und Krusten  bis wenige mm Größe, unter dem Binokular auch blutrot durchscheinend. Zweitens als ziegelroter, derber Hämatit, auch kleine Gängchen bildend im Fluorit und Baryt, stärkere Hämatitgänge sind nur von der Grube Marienschacht bekannt geworden. Drittens als jüngste Bildung als "Eisenrahm", rot-bräunlich, mit samtartigen Glanz auf Quarz, Fluorit und Baryt. Als färbendes "Pigment" ist Hämatit freilich allgegenwärtig, so im Quarz (Eisenkiesel), Fluorit, Baryt, Dolomit und  Calcit. Schöne - wenn auch kleine - "Eisenrosen" also rosenblütenblatt-artige angeordente metallische Hämatitkristalle wurden von der Grube Roland und von Ernst-August bekannt.
 
 


Ernst&August: Metallischer Hämatit auf Eisenkiesel. Bildbreite ca. 2,5 cm. Ähnliche Stücke kamen auch von der Grube Pfeiffer (Hämatit in ähnlicher Ausbildung auch auf Amethyst).
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Hermine:  Zwei Hämatitbänder im grünen Fluorit, dazwischen etwas Baryt, Anschliff. Bildbreite 8 cm. 
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Marienschacht: Massiver "Roteisenstein", angeschliffen. Bildbreite 15 cm
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Roland: Gedrungener Torbernit-Kristall auf Hämatit (blättrig, schwarz). Bildbreite ca. 4 mm. 
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Marienschacht: Große Quarzkristalle (2,5 cm Durchmesser!) von Hämatit dick überkrustet. Bildbreite 10 cm
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Roland: Hämatit-Küglechen auf Quarz (je ca. 1 mm Durchmesser). Sammlung Wolfgang Bäumler.
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