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Übersicht und Kleinbetriebe
![]() <Karte für Details anklicken> |
In allen oben in der Linkleiste genannten Gruben (abgesehen von
Helene,
Merkur, Joachim, Schwarzachstollen, Bleiloch und Neue Hoffnung) hat man
Gänge
mit einer Mächtigkeit von einem Meter und mehr abgebaut. Weniger
mächtige
Vorkommen wurden erst spät durch die Aufbereitung rentabel. Kaum
bekannte
Gruben, Kleinbetreibe, Versuche und Schürfungen -
hauptsächlich
in der Vorkriegszeit - seinen der Vollständigkeit halber genannt,
diese haben oft auf kaum bauwürdige Gänge geschürft: (für
weitere Hinweise bin ich immer dankbar)
| Adler | Grube/Schurf, etwa in der Mitte zwischen Grube Merkur und
Heißer
Stein, dicht östlich am Stockbach, ca. 130 m nordwestlich der St.2040 und genau 1,4 km östlich der Grube Erika, heute im Wald kaum mehr sichtbare Pinge ("Tagröschen") |
| Agricola-Schacht | mittelalterlicher Versuchsbergbau, ca. um 1500, nahe und im Baufeld von Erna-Anna, (Anna-I-Gang), 1965 wiederentdeckt, 38 Meter Teufe, verfüllt |
| Altfalter | 1952-54 Versuchsbergbau durch Kunz & Co., aber auch mittelalterliche Versuche ("Lutherschacht") |
| Anna | Kleinbetrieb, in Erna-Anna aufgegangen, baute auf
Gänge Anna I
und Anna II, Gang Anna I ist ca. 50m nördlich und etwas westlicher als Anna II, beide Gänge streichen O-W. |
| Augusta | 250 m westlich vom Bahnhof Schwarzach, 1922-1927 ein etwa 120 Meter langer Gang bis 30 Meter Teufe abgebaut, Fluorit, Baryt, Uranglimmer, vor einigen Jahren zugeschüttet, unzugänglich |
| Bachmanngang | Versuchsschacht und Schürfe auf diesen Gang östlich Marienschacht (südöstlich Kochergang), führte angeblich viel Torbernit, ansonsten nur Baryt, Flußspat und Quarz genannt |
| Barbaraschacht | eigenständiges Kleinbergwerk nördlich Johannesschacht/Pfeifferschacht am Westhang des Wölsenbergs, 1940 im Johannesschacht aufgegangen. |
| Bauer'sche Grube | später Marienschacht, vor dem 1. Weltkrieg erste moderne Grube (Untertage mit Wasserhaltung) siehe Geschichte Marienschacht |
| Bauer-Schacht | Kleinbetrieb westlich der Naab, ca. 1940 in der Grube Erna aufgagangen |
| Baumgärtnerschacht | auch "Baumgartner" später im Baufeld vom Heißer Stein, wenige Meter westlich Heißer Stein |
| Butzwinkel | bei Krandorf, allerletzte Blei-Bergbau-Versuch in der Zeit zwischen 1916 und 1920 |
| Centa | auch Centa-Ludwig (Name der Besitzerin), wenig nordöstlich Lissenthan im Hasenlehen. Der Centa-Gang, im Steichen weniger als 100 Meter verfolgt, war kaum bauwürdig und wurde (1923-1929) nur teilweise bis 30 Meter Teufe abgebaut. Alte Flur-Nr.: 781, nach WEISS weniger als 500 t Gesamt-Förderung |
| Diepoldshof | Versuchsbergbau mit Seilbagger ca. 1500 t Förderung, kein Förderturm, eine 30-m Sohle, siehe Abhandlung von K. WEISS |
| Eberhard-Schacht | Kleinbetrieb ca. 1940 in der Grube Erna aufgegangen |
| Eberhard-Gänge | N-S streichende Gänge im (nördlichen) Baufeld der Grube Hermine, durch eine Verwerfung vom Hermine-Gang und den Gustav-Gängen getrennt |
| Eduard | frühere Bezeichnung der Grube Hanns, genaue Grubenbeschreibung mit Gangkarte in RIEDEL (1952) |
| Ernst & August | baute auf kleinen Gang westlich der Naab, etwa in der Mitte zwischen Roland und Neue Hoffnung, später im Baufeld der Grube Erna, ca. 300 m lange Pinge im Wald, Baryt, Fluorit (auch Stinkspat, Oktaeder), viel Eisenkiesel, Hämatit (metallische xx, Eisenröschen), Kupferkies, Calcit, Dolomit. |
| Etzelhof | 1972-1975 Versuchsbergbau |
| Fischer-Bruch | (auch Fischer-Brüche) später "Pfeiffer" und noch später im Baufeld Johannesschacht, am Fuß des Lehenbühls auf Wölsendorf zu |
| Fischerberg | nordöstlich Wölsendorf oberflächlich in einem Hohlweg, ca. 10 cm mächtiger N-S-steichender Gang, nicht bauwürdig aber früher beschürft |
| Fortuna | Grube am Wolfsbirl (alte Plan-Nr. 715), 1936-1939, 36 m Schacht, baute auf Erna-Gang, später zu Erna |
| Franz-Gänge | kleiner N-S Gang etwa in der Mitte zwischen Hermine und Gisela. Nicht bauwürdig (weniger als 100 t Flußspat) |
| Glückauf | Vorkommen zw. Hermine u. Cäcilia, später Gustav I und II benannt |
| Graf'sch-Grube | in der Hermine aufgegangen, siehe Geschichte Grube Hermine |
| Gustav I | zwischen Hermine/Cäcilia 1936-37 mit den Geräten vom ehem. Joachim-Schacht, heute nur noch eine Pinge mit kleiner Halde zu sehen. Alte Flur-Nr: 571, "Nebelberg", nach WEISS weniger als 10.000 t Gesamt-Förderung, später untertage von der Hermine gewinnbringender Abbau (die Gustav-Gänge werden mit ca. 80.000 t geförderter Flußspat angegeben) |
| Gustav II | zwischen Hermine/Cäcilia 1937-39 nach Gustav I angefangen, Flur-Nr. 572, "Nebelberg", nach WEISS weniger als 1.000 t Gesamt-Förderung |
| Häusler-Schacht | Zwei Bedeutungen: - Kleinbetrieb, ca. 1940 in Erna aufgegangen - Schrägschacht nahe Venezianer/Hermine (siehe Geschichte Grube Hermine) |
| Heinrich-Grube | frühere Bezeichnung für Grube Roland (nach Kurt Heinrich, bzw. dessen Sohn Roland). Siehe Geschichte der Grube Roland |
| Hochscheid | bis 1933, dann Cäcilia II |
| Hudelbruch | Johannesschacht (Herr Hudel war vorletzter Betriebsleiter
vom Johannesschacht) |
| Hudelschächte | ca. 600-750 Meter nordwestlich Grube Max, zwei Flußspatgänge (maximal 0.5 Meter mächtig), nicht bauwürdig, Versuchsbergbau |
| Kadermühle | kleiner Steinbruch südlich der Kadermühle (zw. Lissenthan u. Rottendorf) zeigt kleine unbedeutende Flußspatgänchen im roten Granit. |
| Knabgang | kleiner NO-SW-Gang verbindet Cäcilia-Gang und Hermine-Gang, nicht bauwürdig, Förderung ca. 500 t Flußspat |
| Krandorf | bei Wundsheim, mehrere (drei ?) Versuchsschächte, auch
mittelalterlicher
Bleierzbergbau, Nähe Grube Max, früher berühmte
Pingen-Fundstelle
für Grünbleierz. |
| Kulch | bei Schwarzenfeld, mittelalterlicher Bergbau, nochmals 1815-1819 angegangen, doch ohne Erfolg |
| Lissenthan | 1959-60 Versuchsbergbau durch Bayer, dicht am NW-Ortsrand von Lissenthan, kleiner Grubentrichter heute noch sichtbar, alte Flur-Nr.: 458/463, "Lugbichel" |
| Luther-Schacht | bei Altfalter, Bergbauversuch, jedoch stark verquarzte Trümer, die sich schnell durch Aufsplitterung zerschlugen; vom Schacht gingen drei Stollen (nach NNE, E, SSW) ab. Der Gang strich von N 110-115° E bei steilem N-Fallen |
| Naabrangen | auch Naabanger, Naabranken, Steilhang an der Autobahn,
Aufschluss des
nicht bauwürdigen Nordganges (und Ausbiss des Naabrankengangs),
früher
wurden hier öfters Uranmineralien gefunden, heute sehr abgesucht.
Auch hier mittelalterliche Bergbau-Versuche die zu Sagen Anlass gaben
(die Zwergenlöcher am Hölgraben). Hier kamen angeblich
die mutierten
grünen Regenwürmer vor. In älterer Literatur wird
diese Fundstelle "Aufbahnaufschluss" genannt. |
| Oberwarnbach | Grube auf Gang 900 Meter NNW Ober-Warnbach1954-56; Versuchsschacht durch Riedel de Haen,bis 50 Meter Teufe, Gang wurde auf rund 200 Meter verfolgt, war jedoch tektonisch stark gestört und nicht rentabel |
| Ostgang | Kleiner N-S Gang östlich des Hermine Gangs und von der Grube Hermine aufgeschlossen |
| Ost-West-Gang | Gang im Baufeld der Grube Hermine, nördlich Gustav- und Herminegang, südlich der Eberhard-Gänge. |
| Pfeiffer | Grube Pfeiffer & Co ("Pfeifferbruch"), später im
Johannesschacht
aufgegangen, auch als Pfeiffer & Frey bezeichnet. Befand sich ca.
200-300 Meter westlich
des Johannesschachte. Der "Pfeifferschacht" (verfüllt,
setzte
388 m ü. NN an) ca. 100m NW Johannesschacht und in diese Grube mit
einbezogen. Ein kleiner Bereich konnte 2004 begangen werden. |
| Radelsteiner | Gang nördlich Cäcilia, bebaut durch Hanns |
| Reichhart | von 1898 bis 1921 in Betrieb, dann (ab 1933) im Baufeld der Grube Cäcilia. Der Reichhart-Schacht, seit 1996 als Besucher-Bergwerk ausgebaut und vorzüglich zugänglich, hat nun größere Bekanntheit erlangt. Siehe Geotop-Beschreibung der VFMG-Weiden: Reichhart-Schacht |
| Riesenberg | Auf den Riesenberg-Gang (süd-westlich der Grube Cäcilia) Versuchsbergbau, mit weniger als 100 t Förderung aber wenig erfolgreich |
| Schramm | Grube identisch mit der Grube Gisela ("Schramm" ist die ältere Bezeichnung) |
| Silberbachstollen | auch nur "Silberbach", identisch mit Neue Hoffnung, zuletzt 1968-71 Versuchsbergbau durch die VAW, 1937 durch Wiedemann und Forster angelegt. |
| Silberband | |
| Simon-Schacht | Kleinbetrieb, ca. 1940 in Erna aufgegangen |
| Staatsbruch | bis 1924 übertage, später Barbaraschacht, dann im Johannesschacht, am Westhang des Wölsenberg |
| Stengel'sche Grube | am Osthang des Wölsenberges, auf der Kuppel, Vorläufer und im Baufeld der Grube Marienschacht. Gegründet von Freiher von Stengel. |
| Venezianerschacht | Mittelalterlicher Versuchsbergbau, ca. 300 m südlich Hermine, auf ca. 43 m Teufe, siehe Geotop-Beschreibung der VFMG-Weiden: Venezianerschacht Der Venezianergang wurde mittels Querschlage von der Grube Hermine angefahren und bebaut. |
| Vogelherd | wenig WNW Lissenthan, (westlich des Lissenthaner Ganges), alte Flur-Nr.: 456/511, nur Untersuchungsbetrieb |
| Warnbach | Zwei Gänge wurden als "Warnbacher-Gang" bezeichnet: I.) Gang Warnbach-Altfalter östlich Altfalter (südlich der Schwarzach) II.) zwei kleine Gänge dicht an der ehem. Bahnlinie bei Unterwarnbach, alter bermännischer Aufschluss |
| Weber-Bruch | 1911 von Georg Bauer angelegt, bis 1924 übertage, später der eigentliche Johannesschacht, auf Flurstück 987 und 987 1/3 (Leitenacker / Flußspatfeld), d.h. Südhang des Lehenbühls / Wölsenberges |
| Wiedemann & Forster | zwei Bedeutungen: I.) Grube Fortuna, am Wolfsbirl, baute auf Erna-Gang II.) Untersuchungesbetrieb zwischen Brudersdorf und Etzelhof, alte Flur-Nr: 468, "Rappertshof" |
| Wolfsberg | Hierlberg, 2 km nordöstlich Wölsendorf, 11 m tiefer Versuchsschacht, jedoch nicht bauwürdlich, der Wolfsberggang findet möglicherweise im Gang von Oberwarnbach seine südöstliche Fortsetzung, heute nur noch Pinge auffindbar |
| Zimmermann-Grube | vor 1885 von Wolfgang Zimmermann (Nabburg) betrieben, Grube baute (übertage) im Bereich der späteren Grube Roland. Siehe Geschichte der Grube Roland |
Von den genannten kleineren Vorkommen hat laufender Besitzerwechsel, Zusammenführungen von Kleinstbetrieben und die damit verbundenen Namenswechsel haben zu einer kaum überschaubaren Namens-Vielfalt geführt. Auch hat man es mit dem Namen früher nicht so genau genommen, teilweise wurden die Gänge nach den Gruben, diese nach den Besitzern (oder deren Frauen) usw. bezeichnet, manchmal aber auch komplett anders benannt. Gruben (Schächte) und auch Gänge wurden auch mit römischen Ziffern (z.B. Grube: Marienschacht I, Marienschacht II oder Gang: Eberhard I, Eberhard II, Eberhard III) zur Unterscheidung belegt.
Leider tragen zahllose Stücke in Sammlungen und im (immer
abklingenderen)
Handel nur die Aufschrift "Wölsendorf". Noch können erfahrene
heimische Sammler vielfach die Stücke den Gruben zuordnen,
zumindest
dem Revierteil. Problematisch war das - nebenbei bemerkt - schon zu
Betriebszeiten,
da Material z.B. zur Aufbereitung und zum Versatz verfrachtet wurde,
stimmte
der
"Fundort" mitunter nicht mit dem "Förderort" überein. Auch
durch
"Querschläge" z.B. vom Marienschacht zum Kocherstollen und zum
Johannessschacht
bedingt war das Fördergut - und damit die Haldenfunde - nur
relativ
"wahrscheinlich" zuzuordnen. Selbst ausländischer Flußspat
(z.B.
China, Afrika) lag auf Halde.