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Die Grube Gisela

Bildquelle: Festschrift 25 Jahre
Bergknappenverein
Stulln
"Es ist eine modern und großzügig ausgebaute Grube,
der
in den Jahren 1940-1943 die Aufgabe zufallen sollte, nach Herstellung
der
Verbindung mit dem Canta-Gang im Norden und dem Merkur-Gang im
Süden,
die gemeinsame Förderung zu leisten. Zu dieser Verbindung ist es
nicht
mehr gekommen, die beiden Nachbargruben sind schon seit vielen Jahren
als
unwirtschaftlich aufgelassen, lediglich auf dem alten Merkur-Schacht
betreiben
die Vereinigten Flußspatgruben Stulln seit kurzem neue
Aufschlußarbeiten."
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WEISS beschreibt einen
Untersuchungsquerschlag
(1962) von der 120-m-Sohle bis in den Gangbereich Merkur, das war
jedoch
nur eine kostenträchtige Untersuchungsarbeit.
Auf dem Plan links ist unten die Grube Merkur eingezeichnet, sowie die versch. Sohlen der Grube Gisela. |
Über die Funde ist wenig bekannt, nur einzelne Stücke
liegen
in lokalen Sammlungen. Eine Stufe in meiner Sammlung (aus der
ehemaligen
Sammlung Lebherz) zeigt gelb-bräunliche Kristalle, in der Matrix
auch
etwas Malachit. Angeblich war hier Bleiglanz, auch in der Form
"Bleischweif"
häufig. Nachdem alle Gisela-Stufen aus meiner Sammlung fast die
gleiche
Färbung zeigen, möchte ich dieses gelb-bräunlich als
typisch
für die Gisela-Kristalle bezeichnen.
Flußspat-Gangstücke
zeigen eine schöne, kräftig grüne oder violette Farbe.
Bemerkenswert
ist, dass auf der Grube Gisela kein Baryt auftrat - eigentlich
untypisch
für das Revier. In den spärlichen Haldenresten findet sich
Baryt,
das hat zwei Ursachen: Einmal bestand bei der Gisela eine Aufbereitung,
andererseits kam auf der (verbundenen) Grube Merkur schon Schwerspat
vor.