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Grube Erika bei Stulln/Lissenthan
![]() Am Waldrand, hinter den Bäumen der "Rest" der ehemaligen Grube |
![]() Die Grube 1970 |
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Der ehemalige Holz-Förderturm (Bild links) steht heute
nicht mehr.
Untertägig war die Erika mit der nördlich angrenzenden Grube
Hermine verbunden. Der Erika-Gang ist, weil nur ca. 200 Meter im
Streichen
bei 1-1,5 m Mächtigkeit bauwürdig, schon bald als wenig
hoffnungsvoll
erkannt worden. Auch in größerer Teufe gingen die
Erwartungen
nicht in Erfüllung.
Bild bei M. Koller |
Der Erika-Gang fällt mit 80° recht steil ein und ist etwa 200 Meter nordöstlich zum Cäcilia-Gang versetzt. RIEDEL (1952) schreibt: "Die Mineralisationsverhältnisse sind unterschiedlich zum Hermine- und Cäcilia-Gang. Der Flußspat ist ausserordentlich grobspätig und massig ausgebildet. Helle Farbtypen herrschen stark vor. ... Die Kristalle sind sehr groß (4-6 cm Kantenlänge) mit lebhafter, farbiger Würfelschachtelung, auch die Oktaeder-Anlage ist an der violetten Streifenzeichnung erkennbar. ... Schwefelkiesimprägnationen (Markasit) sind sehr häufig, auch in Lagen im Schwerspat (z.T. in konzentrischen Kugelschalen) zu beobachten."
Während schon RIEDEL (1952) die
Vorratslage
schon sehr skeptisch beurteilte "In Analogie zu den
N-S-Gängen,
mit denen der Erika-Gang unmittelbar zusammenhängt, können
die
Aussichten der weiteren Teufenverhältisse des Ganges keinen
großen
Optimismus für sich in Anspruch nehmen.", keimten neue
Hoffnungen
auf, als ZIEHR (1969) Pechblende, Zinnober
und Coffinit auf der 280 Meter Sohle fand. Dr. H. ZIEHR schreibt: "Der
Fund von Uranpechblende in 280 m Tiefe in einem Baryt-reichen
Flußspatgang
deutet auf eine tiefer liegende Mineralisation mit Stinkspat und
Uranpechblende
hin. Ob mit dieser Uranmineralisation auch abbauwürdige
Flußspatgänge
verbunden sind, muß bergmännisch untersucht werden." Die
folgenden Untersuchungen in größere Teufe brachten keinen
Erfolg.
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Das Bild links zeigt Bergleute untertage in der Grube Erika
bei der
Vorbereitung einer Sprengung. Im Hintergrund der symmetrisch aufgebaute
Flußspatgang.
Bild bei M. Koller |
Auf der Grube Erika fanden sich zartgrüne Fluorite, teilweise
mit
fleischfarbigen Baryt, ziegelroten Quarzkristallen besetzt und
wunderschön
mit Pyrit oder Markasit überzuckert. Die Fluorite, die hier
gefunden
wurde stehen jenen, die heute aus China kommen (und farblich
ähnlich
sind) in nichts nach, bezüglich der Farbenpracht sind die
Erika-Stufen
vielfach noch schöner.