| Chem. Formel: CaCO3
Härte: 3 Strich: weiß Synonym: Kalkspat, Kalzit, Kanonenspat |
Dieses Mineral ist in Wölsendorf verbreitet und in mehreren Generationen entstanden. Die älteste Generation bildet bis knapp 7 cm große Skalenoeder, die jedoch fast immer pseudomorph verdrängt wurden (typischerweise Hermine, Roland, Marienschacht, Johannesschacht) oder in Form von "Überrindungs- Pseudomorphosen" (Perimorphosen) vorliegen. Die jüngere Generation, die öfters anzutreffen ist, bildet bis 3 cm große, meistens prismatisch aufgebaute Kristalle von weißer Farbe "Kanonenspat". Große Kristalle sind gerne aus Sub-Kristallen aufgebaut, kleinere Kristalle dagegen glatt.
Eine untersuchte Stufe mit bis kanpp 1cm großen Calcitkristallen
von der Grube "Erika" zeigt "Phatombildung". Dabei wuchen rosa-farbige
Skalenoeder fast klar, jedoch eher prismatisch und flächenreich weiter.
Die auf alten Sammlungszetteln immer wieder anzutreffende "Bestimmung"
Rhodochrosit dürfte nicht haltbar sein. Einerseits erwiesen sich alle
so beschilderten Stufen entweder als Dolomit oder als Calcit, andererseits
fehlte ganz offensichtlich ein bedeutender Mn-Anteil in der hydrothermalen
Lösung, so dass sich wohl kaum reiner Rhodochrosit gebildet haben
dürfte. Ob wenigstens Manganocalcit vorliegt ist ebenfalls nicht bestätigt.
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Cäcilia: Weiße Calcitkristalle (3 cm)
mit Dolomit (braun) und kleinen Pyritkristallen auf weißem Quarz
und Fluorit
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Erika: Weiße Calcitkristalle auf Flußspat. Größe
der Stufe: 9 x 6 x 5 cm.
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Roland: Calcit-Skalenoeder (ca. 2 cm) auf Baryt mit Kuperkies und Hämatit |
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Phantom-Calcit aus der Sammlung von Michael Koller, siehe www.vfmg-weiden.de/vitri2.htm |