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BRUNHUBER, A., "Geologische Wanderung in der Oberpfalz", Populär-wissenschaftliche Vorträge, gehalten im Naturwissenschaftlichen Verein zu Regensburg, Teil I, "Den Urgebirgsrand entlang", ohne Jahreszahl, 39 S. |
Die Abhandlung von Hofrat Dr. A. Brunhuber beschreibt den Westrand des Grundgebirges und damit auch den Bereich um Wölsendorf. Der Vortrag dürfte so um 1910-1915 entstanden sein. Dr. Brunhuber schreibt zum Revier:"Die Naabenge zwischen Wölsenberg und Nabburg durchschneidet ein Gebiet, in welchem ein wegen seiner schönen Färbung auffallendes und wegen seiner Verwertbarkeit zur Farben- Glas-, Email- und Porzellanfabrikation wertvolles Mineral, der Flusspat in grösserer Menge vorkommt. Die bedeutendsten Gruben gehörden der Firma Bauer in Schwarzenfeld, welche alljährlich etwa 4-500 Waggons zum Preise von 80-140 Mark pro Waggon gewinnt. Das Vorkommen des Flusspates hängt mit dem Auftreten mehrerer Spalten zusammen, welche in der Hauptachse gleich dem Pfahl in der Richtung NW-SO streichen, den Granit durchsetzen und mit einer Gangmasse ausgefüllt sind, die aus Flusspat, Schwerspat und Quarz, deren Verhältnis an verschiedenen Stellen stark wechselt, besteht. Daneben kommt in recht untergeordneter Menge silberhaltiger Bleiglanz vor und als Seltenheit Weiss- und Grünbleierz, Einsenrahm, Kupferkies, sowie Kalk- und Kupferunranglimmer. Die Hauptbestandteile sind in Form von Lagen vorhanden, die der Gangwand parallel sind und sich häufig auf beiden Seiten des Ganges entsprechen, was man als Salband bezeichnet. Diese Anordnung sowie das Vorkommen von Blei in der Gesellschaft des Flusspates, lassen es unzweifelhaft erscheinen, dass man es mit Gängen der sogenannten Silberbleiformation zu tun hat, also eigentlich mit Erzgängen, in denen aber das Erz gegenüber den begleitenden Mineralien zurücktritt. Es wäre im übrigen möglich, wenn auch nicht wahrscheinlich, dass in grösserer Tiefe vielleicht das Gegenteil stattfindet.
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Der Flusspat ist hier häufig dunkelviolblau bis schwärzlich, eine Varietät, die anderswärts selten vorkommt. Bemerkenswert ist auch der intensive chlorähnliche Geruch, der beim Zerschlagen solcher Stücke eintritt, dessen Ursache aber bislang nicht festgestellt werden konnte. Einen grossen Anziehungspunkt bilden die Flusspatgruben wegen der prächtigen in Würfeln krystallisierten Stücke, die dort, wenn auch nicht allzuhäufig vorkommen. Darum ist es mir auch nicht leicht geworden, im Laufe von 25 Jahren eine Kollektion zusammen zu bringen, die wohl die schönste irgendwo vorhandene sein dürfte. Der Verein hatte sie bei der letzten Ausstellung in Nürnberg ausgestellt, wo sie die allgemeine Bewunderung der Kenner erregte."
Die beigegebene Figur III (auf Seite 12) zeigt einen Flußspatgang im Granit mit Stollen am inken Naabufer bei Wölsenberg.
Literaturangaben fehlen.