Die Gruben im Wölsendorfer Flußspat-Revier
 
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Das Bleiloch bei Schwarzenfeld


Der Bleiloch-Gang im April 2007

Das Bleiloch bei Schwarzenfeld Richtung Pretzabruck, z.T. war ursprünglich ein mittelalterlicher Bergbau auf Bleiglanz, zuletzt ca. 1815 bis 1819 nochmals angegangen. Die heutige Fundstelle für sekundäre Bleimineralien wie Wulfenit, Cerussit, Pyromorphit usw., aber auch Fluorit (grün-blau, Oktaeder), verdankt ihre Entstehung dem Straßenbau. Als nämlich die Autobahn A93 hier gebaut wurde musste die Verbindungsstraße parallel zur Autobahn weiter nach Osten, den Berg anschneidend, verlegt werden. Einige weniger mächtige Gängchen durchschneiden weitgehend parallel in östlicher Richtung bis nahe Pretzabruck den Berg.

Der knapp einen Meter mächtige Gang führt in der Masse Quarz, daneben aber auch grünen und violetten Fluorit (dieser oft in Form eingewachsener Oktaeder, manchmal untergeordnet mit Rhombendodekaederflächen, ausgebildet) und Nester mit Bleiglanz (Galenit) und dessen Zersetzungsprodukten. Selten sind auch Cu-Mineralien zu finden. Der Quarz ist auffällig drusenreich und in der Nähe von Bleiglanz findet sich hier oft Cerussit, seltener brauner oder grüner Pyromorphit und ganz selten Wulfenit. Die typischerweise eingewachsenen Fluorit-Oktaeder erreichen einige cm Größe, lassen sich aber nur ausnahmsweise verlustfrei aus dem Quarz lösen. Zu den Raritäten zählen frei in Drusenräume gewachsene Fluoritkristalle. Weiterhin treten Pseudomorphosen von Quarz nach Fluorit (Oktaedern) auf.


Cerussit-Drilling, ca. 2 mm hoch, Fund 4 / 2007
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Scharfkantiger Oktaeder, nahezu ideal ausgebildet und unbeschädigt vom Bleiloch bei Schwarzenfeld. Ursprünglich eingewachsen in Quarz. Der Kristall ist ca. 2 cm groß (Fund 4 / 2007)
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Ebensolche Oktaeder können auch - wie hier links - komplett oder teilweise in Quarz umgewandelt als Pseudomorphose vorliegen. Kantenlänger der Oktaeder-Pseudomorphose ist 2 cm
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Erstmals im Wölsendorfer Revier wurde hier ein sog. "Ochsenauge", eine seltene Wachstumsform des Fluorit gefunden.
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Wulfenit-Kristall, Bildbreite ca. 4 mm
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Bleiloch: Cerussit-Drilling, in einer Druse mit zers. Bleiglanz. Bildbreite 8mm
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