Über Uranminerale der Grube Roland bei Stulln

Eine Nachlese zum Besuch während der Tagung 1957

Von H. BEYER und P. SOLDMANN

in "Der Aufschluss", Heft 12, 1957, Seite 258-259

In einer Nachlese zur VFMG-Sommertagung 1957 in Nabburg beschreiben die Autoren den Fund von mehreren Uranmineralien auf der Halde der Grube Roland:

"Es handelt sich dabei überwiegend um den gelben bis schmutziggrünen Uranocircit und etwas seltener um den grünen Torbernit."

und weiter:

"In diesen Barytzwickeln fanden sich nun bemerkenswerterweise drei weitere Uranminerale. Zunächst fiel uns der leuchtend rote Fourmarierit in körnigen Aggregaten mit hohem Glanz auf. Manche Barytstücke waren gleichsam pockennarbig durchsetzt mit vielen roten Pusteln. Außerdem fanden wir sehr zerbrechliche Kristalle von Zippeit von meist sehr hellgelber, zuweilen aber auch orangeroter Farbe. Die spitzen Einzelkristalle sehen unter dem Binokular wie zweiseitig zugespitzte flache Zahnstocher aus, die stets in großer Zahl zu parallel gerichteten Gruppen angeordnet sind, wobei oft mehrere Gruppen verschiedener Richtung auf einer Barytfläche aufsitzen. Das dritte Uranmineral, das in dieser Paragenese vorkommt, ist Phosphuranylit von zitronengelber Farbe und pulveriger Beschaffenheit, das meist als Zwischenlage zwischen parallel aufeinander liegende Barytkristalle eingeschaltet ist."


 
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