Etwa 1 km südlich der Ortschaften Pechbrunn nahe
Groschlattengrün
liegt
ein großer Basaltbruch, der in Sammlerkreisen nur als
"Teichelberg"
bezeichnet wird. Die teilweise bereits abgebaute Basaltdecke hat eine
Dicke
von ca. 45 Metern bei einer Ausdehnung von ca. 500 x 500 Metern. Dieser
Steinbruch zur Basalt-Schotter- und Splitgewinnung liefert nun schon
seit
vielen Jahrzehnten immer wieder schöne und seltene Mineralien,
viele
freilich nur in MM-Größe. In den Hohlräumen im Basalt
kristallisieren
neben Calcit und Aragonit auch seltene Zeolithmineralien, die in keiner
Regionalsammlung fehlen dürfen.
 |
Gelbliche, weiß-graune, bräunliche und
orange-braune oder
klare Calcitkristalle kommen hier immer wieder vor. Gerne ist
die
Kristallform gestreckt, als Kombination von Rhomboeder und Skalenoeder.
Bildbreite 8 mm.
< Bild für Vergrößerung
anklicken
> |
 |
Flachenglasgrüner, relativ großer Diopsid-Kristall.
Kleinere Kristalle sind durchaus nicht selten, auch schöne
freistehende
Kriställchen. Bildbreite 15 mm,
< Bild für Vergrößerung
anklicken
> |
 |
Pseudooktaedrischer Gismondin. Solche Kristalle
wurden bis cm-Größe
gefunden. Dieses Mineral, auch epitaktisch mit Phillipsit verwachsen,
ist
ein besonderes "Schmankerl" vom Teichelberg. Bildbreite 11 mm. |
 |
Häufig finden sich am Teichelberg mehr oder minder
schwer bestimmbare
weiße Kügelchen. Hier handelt es sich um Phillipsit.
Bildbreite 25 mm.
< Bild für Vergrößerung
anklicken
> |
 |
Hier eine stärkere Vergrößerung der Stufe
von oben,
unter dem Mikroskop zeigen sich die Endflächen der Phillipsit-Kristalle,
die das Küglechen aufbauen. Bildbreite 10 mm,
< Bild für Vergrößerung
anklicken
> |
 |
Einzelner, doppelendiger (und verzwillingter) Phillipsit-Kristall.
Phillipsit dürfte das häufigste weiße, nadelige Mineral
vom Teichelberg sein. Bildbreite 4 mm,
< Bild für Vergrößerung
anklicken
> |
 |
Calcit/Aragonit-Kügelchen. Sowohl
Calcit, wie auch
Aragonit bilden gerne weiße Kugelformen. Schaliger Aufbau -
möglicherweise
wechselt sich auch Calcit und Aragonit ab - erschwert die Bestimmung.
Bildbreite
17 mm,
< Bild für Vergrößerung
anklicken
> |
Der zähe Basalt gibt seine empfindlichen Schätze nicht
ohne
Anstrengungen heraus. Viele gute Teichelberg-Stufen erlitten schon bei
der Bergung oder beim "formatieren" Schäden oder gingen sogar
kaputt.
Schweres Werkzeug und Ausdauer sind beim Teichelberg immer gefragt,
dann
kann man jedoch die Fundmöglichkeiten auch heute noch - besonders
nach Sprengungen - als gut bezeichnen.

gute Fundmöglichkeiten bei genügend
Ausdauer
im zähen Gestein 8/2002
Literatur:
Keck, Erich & Pöllman Herbert, "Epitaxien
und Pseudomorphosen von Zeolithen vom Großen Teichelberg bei
Pechbrunn/Opf."
Der Aufschluss 46, 1995, S. 75-83
Keck, Erich "Levyn und andere Zeolithe in
einem
Neuaufschluß am Großen eichelberg bei Pechbrunn/Opf." in
Der
Aufschluss 49, 1998, S. 152-156
Klose, Norbert, "Die Mineralien der
Basaltvorkommen
Zinster Kuppe und Teichelberg bei Glroschlattengrün" in Heft zur
Sommertagung
der VFMG 1989 in Amberg
Klose, Norbert, "Oberpfälzer Basalte und
ihre Mineralien im Spiegel der neueren Literatur", in Aufschlüsse
zur Erdgeschichte Bayerns, Amberg, 2000
MÜLLER, Friedrich, "Bayerns steinreiche
Ecke",
Oberfränkische Verlagsanstalt und Druckerei, Hof 1979
Strunz, Hugo "Die Basalte der Oberpfalz und
ihre
Mineralien" in Der Aufschluß, 26, Sonderband Oberpfalz,
Heidelberg
1975, S.329-342
Weber Berthold, "Mineralfundstellen unserer
Heimat",
ISBN 3-922486-07X, Verlag Papier-Weber, Weiden 1976 und 1982