Hagendorf-Süd
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Phosphophyllit von Hagendorf-Süd

 
Chem. Formel:  Zn(Fe'',Mn'')[PO4]2.4H2O
Strich: weiß
Dichte: 3.1
Härte: 3-3.5

Dieses Mineral ist eine jener Bildungen, die zum Ruhm dieser Fundstelle weltweit beigetragen haben. Für das Zinkphosphat Phosphophyllit ist Hagendorf nämlich Typ-Lokalität. 1920 haben Laubmann und Steinmetz dieses Mineral von Hagendorf (Nord) erstmals beschrieben. Zwar ist dieses Mineral inzwischen schon an vielen anderen Fundorten - auch in größeren Kristallen (Poopoo, Potosi, Bolivien) - gefunden worden, doch bildet Phosphophyllit in Hagendorf eine interessante Paragenese. Die Farbe von Phosphophyllit schwankt dabei von wasserklar (weiß) über zarte gelb-grün-Töne bis zu kräftig blaugrün. Mitunter färbt erdig eingewachsener Vivianit die Kristalle blau. Epitaktisch aufgewachsen findet sich Keckit, nadelig durchwachsen Schooneritkristalle den Phosphophyllit. Eine Pseudomorphose von einem unbekannten Mineral (hell-bräunlich, matt, undurchsichtig) nach Phosphophyllit hat sich als röntgen-amorph erwiesen, weitere Untersuchungen stehen noch aus. In der Paragenese findet sich (neben den schon erwähnten Mineralien) gerne Parascholzit, Scholzit, Vivianit, Fairfieldit und einige andere seltene Mineralien. Für die Entstehung notwendige Ausgangs-Mineralien waren wohl (häufig) Zwieselit und (immer) Zinkblende. Nicht selten sind Reste dieser Mineralien (oder ursprünglich darin eingelagerte Mineralien - wie Columbit) auf den Stufen noch zu finden. Einzige Verwechslungsmöglichkeit besteht nur mit Ludlamit, dessen Kristalle aber in einer ganz anderen Paragenese (Phosphoferrit, Kryzhanovskit) auftreten. Aus Hagendorf (Süd und Nord) kennt man bis zu 4 cm große Kristalle, die Mehrzahl ist natürlich deutlich kleiner. Schöne Einzelkristalle, V-förmige Zwillinge, Doppelender und X-förmige 4-linge wurden gefunden. Man beachte den Mineralien-Steckbrief zu Phosphophyllit im Lapis Jg. 25, Heft 6/2000.
 

Oberflächlich leicht (in ein unbekanntes Mineral) umgewandelte Kristalle, Zwillingsbildung, Bildbreite 1,5 cm 
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Mustergültiger Phosphophyllit-Zwilling. Ca. 1 cm große xx
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Kristall-Zwilling mit eingewachsenen Schoonerit-Kristallen, Bildbreite knapp 2 cm 
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Einzelkristall (Bildhöhe 5 mm) im zers. Zwieselit (Hintergrund) 
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 Gedrungene Kristall-Zwillinge. Die große Endfläche wird aus als "Zwillings-Planfläche" bezeichnet. 
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Wunderschöne, flächenreiche und klare Kristalle, Bildhöhe 7mm 
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Gleiche Stufe wie oben, jedoch etwas andere Blickrichtung. Selten waren die Kristalle so ausgezeichnet ausgebildet und unverletzt zu finden. 
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Hohlraum, durch zersetzte Primärphosphate entstanden, mit Phosphophyllitkristallen gefüllt, Bildbreite 10cm 
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"Schmetterlings"-Zwilling, feine Schooneritkristalle sind ein- und aufgewachsen. Bildbreite 2cm 
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Nadelige, grünbraune Schooneritkristalle durchsprossen hier die Phosphophyllitkristalle (Bildbreite 6 mm) 
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Phosphophyllitkristall mit kupferroten Schooneritkriställchen ein- und durchwachsen, Bildbreite 5 mm.
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