Hagendorf-Süd
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Ludlamit von Hagendorf-Süd
 
Chem. Formel:  Fe2+1.8Mg0.9Mn2+0.3(PO4)2•4(H2O)
Strich: weiß
Dichte: 3.15
Härte: 3.5
Typlokalität: 

Dieses Mineral ist auch in Hagendorf-Süd in der Paragenese mit Kryzhanowskit-Phosphopherrit nicht so selten. Typischerweise sind die Ludlamit-Kristalle nur wenige mm groß und von hell-blaugrünlicher Frabe (ähnlich Phosphophyllit).

Im Jahre 1877 wurden von Maskelyne und Field in der Zinn-Zink-Kupfer- und Silber- Lagerstätte von Wheal Jane, St. Day District, Cornwall in England ein neues Phosphatmineral gefunden und nach dem Londoner Mineralogen und Sammler Henry Ludlam (1824-1880) "Ludlamit" benannt.

LAUBMANN und STEINMETZ beschreiben 1920 ein vermeintlich neues Mineral aus dem Pegmatit von Hagendorf-Nord. Sie geben dem Mineral, das MÜLLBAUER 1925 so treffend als "in gut spaltbaren apfelgrünen Körnern auftretend" beschreibt, den Namen "Lehnerit". MÜLLBAUER, der auch eine Kristallzeichnung vom "Lehnerit" erstellt hat, bemerkt weiter: "Seinen Namen erhielt das Mineral nach dem eifrigen Pleysteiner Mineraliensammler und Gönner der Münchener Staatssammlung Herrn Realitätenbesitzer Lehner". Unter Bezugnahme auf die Veröffentlichung von MÜLLBAUER untersucht noch 1925 BERMANN den "Lehnerit" und stellt die Übereinstimmung mit Ludlamit fest. 


ca.  3 mm große Ludlamitkristalle mit Phosphoferrit (links, braun), Vivianit (rechts, fast schwarz) und Pyrit (unten rechts)
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 ca. 3 mm hohe Kristalle von Ludlamit (grün) mit Vivianit (blau, vorne links)
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alte Fotos: <Bild> <Bild> <Bild>