| Hagendorf-Süd Einleitung / Übersicht |
Mineralien A-F |
Mineralien G-L |
Mineralien M-P |
Mineralien
Q-Z |
Literatur | Links |
Die Mineralien Laueit, Pseudolaueit und Stewartit haben die gleiche
chemische Zusammensetzung. Wenn zwei Mineralien mit gleicher
Zusammensetzung
auftreten sagt man sie sind "dimorph". Bekanntes Beispiel ist Diamant
und
Graphit. Bei den oben genannten Mineralien müßte man sonach
von "trimorph" sprechen. Laueit kristallisiert triklin-pinakoidal ,
Pseudolaueit
monoklin und für Stewartit finden sich unterschiedliche Angaben
(triklin,
monoklin) STRUNZ schreibt 1975 "pseudomonoklin". Die Erwartung,
daß
bei gleicher chemischer Zusammensetzung die drei Mineralien auch
gemeinsam
auftreten, ist durchaus berechtigt. In der Strunzit-Paragenese treten
alle
drei Mineralien häufig miteinander auf, Strunzit hat -abgesehen
vom
geringeren Wassergehalt - wieder die gleiche Zusammensetzung. Laueit
bildet
dabei orangegelbe bis orangebraune dicktafelige Kristalle bis etwa 4 mm
Größe. Gerne sind die Kriställchen parallel verwachsen
und zeigen wohl deswegen auch öfters eine Streifung.
Gegenüber
den Mineralien Stewartit (dünntafelig, steile Endflächen) und
Pseudolaueit (gedrungen, scheinbar 6-seitige Plättchen) bietet
sich
die Kristallform als Unterscheidungs-Kriterium an. Oft sind die
Stewartit-Kristalle
auch etwas günlicher, Laueit dagegen rötlicher im orangen
Farbton.