Hagendorf-Süd
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Kastningit von Hagendorf-Süd
 
Chem. Formel:  (Mn'',Fe'',Mg)Al2(PO4)2(OH)2.8H2O
Strich: weiß
Härte: 1-2
Dichte: 2.35
Typ-Lokalität: Silbergrube Waidhaus, Oberpfalz, Bayern

Dieses Mineral ist ein "Neufund" für Hagendorf. Erstmals wurde dieses seltene Phosphatmineral von Jürgen Kastning in Waidhaus und später in Summlungs-Material von Hagendorf-Süd gefunden. Strukturell ist Kastningit und Stewartit sehr ähnlich. Das äußert sich auch in Habitus und Tracht. Man könnte als einfachste Mineralbeschreibung zu Kastningit "wasserklarer Stewartit" sagen. Dieses Mineral ist triklin P-1 und mit Mangangordonit (triklin P1-) dimorph (formelgleich). Eine eingehende Strukturuntersuchung liegt mit der Arbeit von G. Adiwidjaja, K. Friese, K-H. Klaska und J. Schlüter im Zeitschrift für Kristallographie Vol. 214, 1999 S.465-468 vor. Dieses neue Mineral ist bereits von der IMA anerkannt. Die Funde von Hagendorf-Süd und Waidhaus sollen recht ähnlich sein, deswegen wird hier unten auch Kastningit von Waidhaus beschrieben. Die Kristalle sind immer recht dünnblättrig, gestreckt, klar bis weiß und zeigen die gleichen Kristallformen wie Stewartit.
 

Bei diesem Kastningit von Waidhaus könnte man meinen, man hätte einen farblosen Stewartit vor sich. Bildbreite 3 mm.
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Kastningit (hier von Waidhaus) ist gerne sup-parallel verwachsen, bleibt aber immer dünnblättrig bis linealartig. Bildbreite 2 mm. 
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