Huréaulith von Hagendorf-Süd
 
Chem. Formel:  (Mn'',Fe'')5[PO3(OH)|PO4]2.4H2O
Härte: 3.5
Dichte: 3.2
Strich: weiß
Typ-Lokalität: Carriere Hureaux, St.Sylvestre, Frankreich
seit 2008 ist Hureaulith die richtige IMA-Schreibweise

 
Schöne Kristalle dieses Minerals kamen gleichwohl von Pleystein, Hagendorf-Nord wie -Süd. Bis mehrere cm große wunderschön rosafarbene Kristalle, die von der Kristallform her an gedrungene Gipskristalle erinnern, haben zum Weltruhm dieser Fundstelle mit beigetragen. Hureaulith tritt in mehreren Paragenesen auf, wobei häufig Rockbridgeit, seltener Beraunit, Kakoxen, Tavorit, Switzerit, Vivianit und Apatit zugegen sind. Die plattigen bis getrecketen Kristalle sind gerne suparallel (zur c-Achse) verwachsen, so daß der Eindruck einer Längsstreifung entsteht. Frühe Funde (aus Pleystein und Hagendorf-Nord) wurden als "Baldaufit" und "Wenzelit" benannt - diese Bezeichnungen wurden aber zurückgezogen (STRUNZ 1954).  Neuerdings wurden auch gehr gute Kristalle aus der Silbergrube/Waidhaus bekannt, die jedoch von der Größe her nicht an die Hagendorfer Funde herankommen.

Bei dem links abgebildeten Kristall ist die Farbe recht blass, einzelne kleine Rockbridgeitkriställchen sind eingewachsen: Bildhöhe 4 mm. 
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Parallel verwachsene Hureaulith-Kristalle auf Rockbridgeit mit (im Vordergrund) Beraunit. Bildbreite 5 mm 
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Typisch kräftig rosa gefärbte Hureaulithkristalle (Schwimmer) mit deutlich erkennbarer Streifung. Bildbreite: 12 mm.
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Typisch kräftig rosa gefärbte Hureaulithkristalle mit deutlich erkennbarer Streifung Ausschnitt vom Schwimmer oben). Bildbreite: 5 mm.
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MOORE, P.B., ARAKI, T. (1973):  Hureaulite, Mn5(H2O)4[PO3(OH)]2[PO4]2: Its Atomic Arrangement. American Mineralogist, 58: S. 302-307, 1973 (online)

STRUNZ, H. (1954): Identität von Wenzelit und Baldaufit mit Huraulith. Neues Jahrbruch Mineral. Monatsh. 1954: S. 166-177