Hagendorf-Süd
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Fluellit von Hagendorf-Süd
 
Chem. Formel: Al2[F2|(OH)(PO4)].7H2O 
Strich: weiß 
Dichte:  2.2 
Härte: 3 
Typ-Lokalität: Stennagwyn mine, St. Austell, Cornwall, England

 

Diese Mineral zählt nicht nur in Hagendorf zu den Raritäten. Über seine chemische Zusammensetzung und atomare Struktur sind immer wieder Unklarheiten aufgetaucht. So finden wir auch heute noch in einigen Arbeiten andere Achsen-Aufstellungen (richtig dürfte sein: a=8.54, b=11.22 c=21.16) und ggf. auch eine etwas abweichende chemische Formel. Fluellit bildet fast immer nur kleine, wasserklare gedrungene Kristalle. Fälschlicherweise wurde diese Mineral zunächst als "Kreuzbergit" und "Pleysteinit" aus dem nahen Pegmatit von Pleystein beschrieben, jedoch wurden diese beiden Mineralnamen zurückgezogen (SCHOLZ und STRUNZ 1940), da für dieses Mineral der Name Fluellit bereits festgelegt war (LEVY, 1824). Fluellit tritt gerne im zersetzten Zwieselit auf und ist selbst unter dem Binokular leicht zu übersehen - weil oft wasserklar. Selten ist dieses Mineral z.B. durch Greenockit oder eingelagerten Rockbridgeit gefärbt. Die weltweit besten Fluellit-Kristalle kamen neben Hagendorf und Pleystein von der Willard mine, Lovelock, Nevada.
 


Schön ausgebildete Fluellitkristalle  verwachsen mit Rockbridgeit-Kriställchen. Bildbreite 6 mm. 
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Klare Fluellitkristalle mit Rockbridgeit auf Strengit (violett), Bildbreite 5 mm.
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Schön ausgebildeter Fluellitkristall (mit Phantom) verwachsen mit Rockbridgeit-Kriställchen. Bildbreite 3mm. 
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Dieser Fluellit wurde von der "Kopfseite" her fotografiert. Im hellen Zwieselit ist eine gute Aufnahme fast nicht möglich. Bildbreite 4 mm 
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Kleine Fluellitkristalle auf Quarz im zersetzten Zwieselit. Bildbreite ca. 2mm 
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GUY, B.B., JEFFERY, G.A. (1966): The crystal structure of Fluellite. A.M. 51: S. 1579-1592 (online)
LEVY, A. (1824): On a new mineral substance. Annals of Phylisophy 8: S. 241-245
SCHOLZ, A, STRUNZ, H (1940): Identität von Kreuzbergit mit Fluellit. Zentr. Mineral. 1940A, S. 133-137