| Hagendorf-Süd Einleitung / Übersicht |
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Diese Mineralbezeichnung ist eigentlich nicht ganz korrekt:
Columbit
ist ein (Über-)Begriff für Mischkristalle der
Ferrocolumbit-Manganocolumbit
Reihe (und Tantalit-Reihe). In Hagendorf liegt wohl häufig
eher
Ferrocolumbit,
also die eisenreichere Form vor. Genauere Untersuchungen haben auch
innerhalb
eines Kristalles wechselnden chemischen Aufbau offenbart. Die bis ca. 5
cm großen plattigen Kristalle sind immer
(ursprünglich)
eingewachsen
und zwar in Feldspat gleichermaßen wie in
Primärphosphate.
In
den längsgestreiften Kristallen sind nicht selten winzige
Uraninit-Oktaederchen
(epitaktisch) eingewachsen. Häufig findet sich ein
fleischfarben
verfärbter
Hof um die Columbite im Feldspat (der möglicherweise auf
radioaktive
Strahlungswirkung zurückzuführen ist). Freistehende
Columbitkristalle
finden sich in Hagendorf nur, wenn diese zunächst in
Primärphosphate
eigewachsen und dann durch natürliche
Lösungsvorgänge
freipräpariert
wurden. So durchwachsen scheinbar Columbitkriställchen
Phosphophyllitkristalle
obwohl beide Mineralien einer ganz anderen Bildungsphase
angehören.
Columbit zählt übrigens in den Nord-Ostbayerischen
Pegmatiten
keineswegs zu den Raritäten: Bis handtellergroße
Kristalle
wurden
im Püllersreuther Pegmatit beschrieben, ebenso ist Columbit
auch
von
der Sägmühle bei Tirschenreuth, von Wildenau bei
Plößberg
und von anderen Pegmatiten in dem Raum bekannt.