Hagendorf-Süd
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Childrenit, Eosphorit und
Childro-Eosphorit von Hagendorf-Süd
 
Chem. Formel:  Childrenit: (Fe'',Mn'')Al[(OH)2|PO4].H2O
Chem. Formel: Eosphorit: (Mn'',Fe'')Al[(OH)2|PO4].H2O
Dichte Childrenit: 3.18-3.21   Eosphorit: 3.06-3.1
Härte Childrenit: 4.5-5   Eosphorit: 5
Strich: weiß

Diese beiden Mineralien unterscheiden sich durch den Eisen- bzw. Mangangehalt, bilden aber uneingeschränkt Mischkristalle. Im Childrenit überwiegt Eisen, im Eosphorit Mangan. Nun hat man in Hagendorf Kristalle gefunden, bei denen (wohl zufällig) Eisen zu Mangan 1:1 steht. Bei solchen Mischkristallen kann man also den einen wie den anderen Namen nicht mit vollem Recht gebrauchen. So hat sich die Bezeichnung Childro-Eosphorit eingebürgert. In Hagendorf findet sich sowohl Childrenit, wie auch Eosphorit, wobei aber nie die reinen Endglieder vorliegen, also immer Mischkristalle. Die Unterscheidung - welches der beiden Mineralien vorliegt - kann demzufolge auch kaum nach äußerlichen Merkmalen getroffen werden, nur eingehende Untersuchungen können Klarheit bringen. Allenfalls könnte man aus einer stärkeren rötlicher Färbung eher auf Eosphorit, bei klaren und mehr bräunlichen Kristallen eher an Childrenit denken. Anderseits sind auch zonar gewachsene Kristalle bekannt, die wohl nicht nur die Farbe über die Kristall-Länge hin wechseln. Typische Paragenese für Childro-Eosphorit ist Apatit und Siderit, also in Hohlräumen des Feldspates mit kleinen Quarzkristallen und Albit abseits der eigentlichen Phosphatparagenese.
 
 


Childro-Eosphorit-Kristalle mit Apatit-Kristallen. Bildbreite 6 mm
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Childro-Eosphorit-Kristall, Bildbreite 6 mm
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Goldbrauner, langestreckter Kristall. Bildhöhe 3 mm. Der Kristall hat einen fast quadratischen Querschnitt. 
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Orangebraune, von Manganoxiden überzogene, dick-prismatische Kristalle. Bildbreite 4 mm 
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Dicktafelige Childro-Eosphoritkristalle hier im zersetzten Zwieselit mit Beraunit. Bildbreite 5 mm 
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Typische Kristallgarbe von rotbraunen Childro-Eosphoritkristallen. Kleine Apatitkügelchen sind aufgewachsen 
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Hier ist ein Drusenhohlraum fast komplett mit Childro-Eosphoritkristallen zugewachsen. Die Kriställchen zeigen dunklere Färbung zur Spitze hin. 
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Hier sind Childro-Eosphoritkriställchen fast komplett mit einem Siderit-Kügelchen (2 mm Durchmesser) eingewachsen. 
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