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Digitale Mehrebenenfotografie (DMF) Nachfolgend möchte ich meinen workflow für die Digitale Mehrebenenfotografie vorstellen. Klar, jeder der sich mit diesem Thema beschäftigt wird mit anderen Geräten arbeiten, anderer Software einsetzen oder irgendwo etwas anders machen. Ziel dieser Seite ist es, einen möglichen Weg zu beschreiben. Alternativen -manchmal auch Fehlermöglichkeiten- möchte ich aufzeigen und erklären warum ich so vorgehe. Grundsätzlich übernehme ich jedoch keine Garantie dass jedermann mit dieser Technik auch erfolgreich ist. Das Foto links ist aus 21 Ebenen entstanden, der markierte Ausschnitt wird -nach anklicken- im 1:1 Format angezeigt. Das gesamte fertige Tiff-Bild ist mit ca. 20 MByte zu groß um hier gezeigt werden zu können, ersatzweise <hier> ein entsprechendes auf ca. 2 MByte gepacktes jpg in Original-Pixelgröße. |
| Warum nicht mit
kleinerer Blende mehr Schärfentiefe machen? Jeder Fotograf kennt das: Große Blende (z.B. Blendenzahl 2.8) bedeutet wenig Schärfentiefe, kleine Blende (z.B. Blendenzahl 22) viel Schärfentiefe. Einige Makroobjektive bieten noch deutlich kleinere Blenden an (z.B. bei meinem Nikon 105mm Macro kann bis bis Blende 54 abblenden). Warum also mit aufwendiger Mehrebenentechnik arbeiten und nicht mit sehr kleinen Blenden.? Ganz einfach: Bei kleinen Blenden (große Blendenzahl) sinkt die Schärfe des gesamten Bildes aufgrund von Beugungserscheinungen an der Blende. Dieser Effekt ist gerade in der Makrofotografie so stark dass sich oft Blenden kleiner 11 verbieten. Für den Maximalwert spricht man von förderlicher Blende. Das ist die kleinste Blende, die eingestellt werden kann, ohne dass die Beugung für deutliche Unschärfe sorgt. Diese Wert häntgt von wenigen Parametern ab und kann einfach (online z.B. <hier>) berechnet werden. Bei typischen Mikroskop-Vergrößerungen wird man schnell feststellen dass jedes Abblenden zu einer Verschlechterung der Schärfe führt, folglich baut man in Mikroskope (normalerweise) auch keine Blenden ein. |
![]() Das
Vorschaufenster von combineZP
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Das ist eigentlich der einfachste, aber zeitraubenste Schritt. Ich verwende das akutelle Programm combineZP von Alan Hadley, ein freeware-Programm, das <hier> beschrieben ist und kostenlos heruntergeladen werden kann. In fast allen Fällen genügt es die beiden Makros
in dieser Reihenfolge auszufürhen und das fertige Bild (Spiegelrand gleich wegschneiden) als TIFF abzuspeichern. Für das Steichholz-Beispiel hat mein Rechner (Dell Quad-core, Q6600 2,6 GHz, 4 GByte Ram) kanpp eine halbe Stunde gerechnet. |
| Andere Stackingsoftware? Vielfach werden noch ältere Versionen von combineZ nämlich CombineZM, CombineZ5 und CombineZ3 verwendet, meiner Erfahrung nach macht CombineZP signifikat bessere Bilder. Uneingeschränkt möchte ich -auch angesichts der von mir getesteten Alternativen - CombineZP empfehlen. Natürlich habe ich auch mit anderer Software experimentiert: An erster Stelle möchte ich da die Software Helicon-Focus (Hersteller-Homepage: hier) erwähnen, wo ich mir eine Lizenz gekauft habe. Vorteile von Helicon sind die Geschgwindigkeit, 16-bit-Verarbeitung und dass (viele, nicht alle) RAW-Datenformate gelesen werden können. Die Qualität der erzeugten Bilder ist sehr ähnlich von combineZP, in manchen Fällen ist das eine oder andere Programm besser. Nachteile sind -neben dem Preis (z.Z. Helicon-Focus Pro $200)- die geringeren Steuerungsmöglichkeiten. Der Hersteller bietet einen kostenlosen Download für eine 30-Tage Testversion an. Wirklich gute Resultate liefert auch das freie Programm Picolay (Homepage <hier>). Das Programm ist schlank, sehr schnell hat aber drei für mich entscheidende Nachteile: Es kommt mit (meinen ?) Tiff-Daten nicht klar, es scheitert an großen Bildern (z.B. an meinen 21 Megapixeln) und es kann die Bilder nicht zueinander skalieren. Da durch die Fokusänderung auch eine Größenänderung entsteht (geht man näher ran wird das Bild größer) ist der letzte Punkt das Killer-Argument. Man könnte zwar die Skalierung (und Justage) vorab mit einem anderen Programm (z.B. CombineZP macht das sehr gut) machen und den Stapel dann zwischenspeichern, aber das ist mir zu umständlich. Ein interessantes Werkzeug ist das freie Kommandozeilen-Tool ALE (Homepage <hier>). Unter Linux getestet zeigen sich Stärken beim Verbessern der Schärfe und beim Entrauschen. Die typischen Schärfentiefe-stacking-Leistungen überzeugen hingegen weniger. Die Bedienbarkeit ist, da Kommanozeilen-Tool, eher schwierig und große Bildern (etwa meiner Canon) führten zum Absturz. Mit kleinen Bildern jedoch brauchbare Ergebnisse nach leider langen Rechnezeiten. Die Weiterentwicklung (getestet wurde Version 0.9.0.3) lässt jedoch hoffen. Dann gibt es noch:
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