![]() Fujifilm S1Pro FinePix |
![]() Olympus Camedia 1400 XL |
Kodak DCS 14n |
![]() Nikon D200 |
![]() Canon EOS 5D Mark II |
![]() Zeiss Stemi 2000c mit Canon EOS 5D Mark II |
Mitte 1997 hatte ich mir mit der Kodak DC-120 meine erste Digitalkamera angeschafft. Wenngleich die Bildqualität mit heutigen (digital-) Ansprüchen nicht mithalten konnte, für die (Tages-) Presse und für das Internet war die Qualität ausreichend. Die DC-120 hat ja leicht geschwindelt. Die original aufgenommenen Bilder (KDC-Format) wurden beim übertragen (mit seriellem Kabel, recht langsam bitweise...) auf den PC unter Windows qualitativ aufgepäppelt (schärfer gerechnet, vergrößert usw.). Original KDC-Bilder sind gestaucht, unschärfer und farbschwächer. Solche Bildmanipulationen, die bei Kodak automatisch bei der Übertragung laufen, hat die Olympus 1400L, die ich mir 1998 angeschafft habe nicht. Folge: Die Bilder können mit Grafikprogrammen (xv, gimp ImageMagic ...) zusätzlich nochmals verbessert werden, wenn nötig. Die Erfahrung hat gezeigt, daß bei der Kodak eine weitere Bearbeitung (z.B. schärfen) keinen Vorteil bringt, weil die ursprüngliche Datenmenge schon ausgereizt ist. Bei Bildern der Olympus sind (bei schon besseren Quellbildern !) noch weitere Qualitätssteigerungen durch Nachbehandlung möglich. Einen weiteren Fortschritt gab es bei mir mit der 1400XL, die die 1400L abgelöst hat. Die XL ist schneller und hat einen externen Blitzkontakt.
Die Olympus Camedia 2500 hat bei mir ebenfalls ein (kurzes) Zwischenspiel gegeben, jedoch habe ich diese bald wieder verkauft, denn ich habe mir mit der Fujifilm S1 Pro Finepix eine bessere Kamera zugelegt - und mit der 1400 immer noch eine Kamera - für alle Zwecke, wo man keine 10000.- DM Kamera mit sich herumtragen möchte (z.B. im Bergwerk). Seit Frühjahr 2004 hat nun die S1 mehr oder weniger ausgedient, denn ich habe mir mit der Kodak DCS 14n eine echte Profikamera zugelegt.
Nun, die 14n bietet all das, was ich mir von Anfang an von einer digitalen Kamera erwartet hatte:
Die um 45° gedrehte Anordnung der CCD-Zellen des Bildsensors verkürzt den Abstand bei senkrechten und waagerechten Linien zwischen den Sensorelementen um den Faktor 1.414 (Wurzel 2), das ist unbestritten Fakt. Berechnet man aus der Bild-Pixelzahl über den Faktor (Wurzel 2) geteilt eine Sensorauflösung von 3065900 (2150x1426) so erhält man zwar einen Wert der näher an der tatsächlichen Pixelzahl liegt, jedoch nicht genau. Die S1 arbeitet (intern) nämlich mit 2304x1536 Pixel (3538944 Pixel), also mit mehr als 3,5 Millionen Pixel. Jetzt kann man natürlich sagen, die Auflösung darf nicht von der Richtung (waagerecht, senkrecht) abhängig sein - und dann kommen wir nur zu einer Auflösung von 3,5 Millionen Pixel. Fujifilm sagt nun aber, durch geschickte Verknüpfung der Farbwerte wird tatsächlich eine Auflösung von ca. 6.1 Millionen Bildpunkte erreicht. So bleibt also nur die experimentelle Untersuchung und Beurteilung der Aufnahmen.
Bei der Begutachtung der ersten Aufnahmen habe ich eine deutlich bessere Bildqualität - wie bei vergleichbaren Aufnahmen mit 2,5 oder 3,3 Mio Pixel festgestellt. Ein Vergleich mit "echten" 6.1 Mio Pixel war mir leider nicht möglich. So war der Vergleich mit der analogen Fotografie für mich das Maß aller Dinge und um es gleich zu sagen:
mit der S1 war für mich die analoge Fotografie gestorben !
Sicher könnte man eine Reihe von Argumenten für die herkömmliche Fotografie ins Feld führen, doch unter dem Strich betrachtet wird man nicht abstreiten können:
Mein privater Vergleich (hier) analog
gegen digital fand unter üblichen Praxisbedingungen statt und hat
mich (zu S1-Zeiten) schon voll überzeugt.
Mit meiner Kodak - die ein rattenscharfes
Bild liefert - brauche ich
derartige Versuche erst garnicht machen. Ich verwende an der
Kodak
14n hauptsächlich mein Nikkor-Micro-Objektiv (105 mm, 2,8), das
bis
zu 1:1 Makrobilder ohne Zwischenringe erlaubt. Bei dieser
Auflösung ist man schon in einem Bereich, wo es mehr auf die
Qualität des Objektivs ankommt (als auf noch höhere
Auflösung). Mit Zwischenringen usw.
komme ich bis etwa 7 mm Bilddiagonale in den Bereich, den ich bisher
mit
dem Mirkoskop abgedeckt hatte. Vorteil der Makro-Objektiv-Lösung
ist,
dass ich hier (wegen der besseren Schärfentiefe sehr großer
Vorteil) weit abblenden kann (ich arbeite hautsächliche bei meiner
Mineralienfotografie mit Blenden bis zu 54). Die Bilder zeichne
ich im
RAW-Datenformat
zur Weiterverarbeitung auf ein 4-Gigabyte Microdrive auf. Mit der
Kodak-Software
umgewandelte
Tiff's sind dann so ca. 38 Megabyte groß und erfüllen somit
die Voraussetzungen, die man heute an digitale Druckvorlagen stellt.
Beispiele für meine Fotos mit der Kodak 14n finden sich in meinen Gallerien.
Im Sommer 2009 habe ich mir dann die Canon EOS 5D Mark II zugelegt. Nun
haben mir verschiedene Leute die Frage gestellt, warum ich von Nikon zu
Canon gegangen bin. Nun, diese Frage ist einfach zu beantworten: Eine
vergleichbare Kamera (das wäre die Nikon D3x) kostet mehr als das
Doppelte z.Z. knapp 7000€. Dabei scheidet die Nikon in diversen Tests
kaum besser ab. Es ist natürlich immer die Frage welche
Eigenschaften man wie gewichtet. Für mich ist die Auflösung
besonders wichtig und nach www.dprview.com hat die 5DMkII mit HLPH=2800
und VLPH=2700 hier sogar gegenüber z.B. der Nikon D3x (2700/2600)
die Nase vorne. Gute - nein beste - Resultate liefert die 5DMkII bei
mir mit meinem Tamron 90mm (2,8 Macro Di). Als "Immerdrauf" habe ich
mir noch ein 28-200 Zoom von Canon zugelegt - zwar kein
Überflieger-Objektiv aber als Superzoom recht universell.
Fast alle Bilder meiner Homepage,
der Homepage www.vfmg-weiden.de
(deren Webmaster ich bin) viele Bilder auf www.oberpfalzjudo.de
(war ich auch Webmaster) und www-tb-judo.de
(deren Webmaster ich viele Jahre war) sind digital entstanden, in der
Masse
mit der S1 und der 1400L, dann mit der D200 und 14n, erst wenige Bilder
mit der D5Mk2. Natürlich sind die Bilder für das
Internet
verkleinert und gepackt, so dass die Qualität dieser Bilder nicht,
auch nicht annähernd, an das herankommt, was ich mit meiner
Ausrüstung
so mache oder machen kann. Da meine Fotoausrüstung nicht ganz
billig
war und auch die Internet-Aufbereitung Zeit und Geld kostet, sehe ich
es
nicht gerne, wenn Bilder von mir ungefragt aus dem Internet
heruntergeladen
werden und z.B. in der Tagespresse, in Zeitschriften, in
Präsentationen oder auf anderen Seiten auftauchen
(wie
das leider immer wieder vorkommt). Ich bitte also mein Copyright zu beachten
und ggf. schriftlich
anzufragen
(häufig kann ich mit einer besseren /anderen Aufnahme bzw. dem
Originalbild
weiterhelfen).
Besonders für Fotos beim Sport
(Judo) und im Gelände habe ich mir 2006 die Nikon D200
angeschafft. Sie ersetzt die S1, die ich nur noch in
Ausnahmefällen benutze. Der Vorteil der D200 ist die schnelle
Bereitschaft und die schnelle Bildfolge. Für Mineralienfotos ist
die Kodak jedoch immer noch erste Wahl, wobei ich hier die Canon
einsetzen werde sobald ich den workflow voll im Griff habe. Bei
Makroaufnahmen arbeite ich
mit digitaler Mehrebenentechnik zur
Verbesserung der Schärfentiefe
(Helicon-Focus und CombineZP).