
Cerussit tritt häufig in der Verwitterungszone von Bleierzlagerstätten auf, gerne als sekundäre Bildung aus Bleiglanz (Galenit). So finden sich auch Pseudomorphosen von Cerussit nach Bleiglanzkristallen. Als "Schwarzbleierz" wurde Cerussit mit fein eingelagertem Bleiglanz bezeichnet.
Wirtschaftlich kam früher Cerussit eine Bedeutlung als leicht gewinnbares Bleierz zu, jedoch (weil eher geringmächtige Verwitterungslagerstätten) in neuerer Zeit kaum noch, die moderne Technik erlaubt es, auf die Primär-Erze (Bleiglanz) zuzugreifen.
Die besten Exemplare in meiner Mineraliensammlung kommen von folgenden Fundstellen. Ausgezeichnete (flächenreiche) Stücke von der klassischen Fundstelle Tsumeb/Namibia (fünf Stücke, darunter der oben abgebildete Kristall), aus Mibladen/Marokko (2-cm Kristall) und von folgenden heimischen Fundstellen: Freihung (ehemaliger Bleibergbau östlich Weiden, auf Sandstein), Bleibergbau bei Erbendorf (3/4 cm langer Kristall) von Wölsendorf (kleine Kristalle) und untergeordent mit Bleiglanz auf einigen weiteren Stufen verschiedener Fundorte.
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